Die Bibel fürs Leben

Luther2017

Seit geraumer Zeit mache ich mir Gedanken, welche Bibelübersetzung für mich in der Zukunft meine Bible sein wird. Ich bin mit der Luther 1912 aufgewachsen. Als ich mich bekehrt habe war es die Bibel, die ich 4-5 mal durchgelesen habe. Wenn ich Bibelstellen suchen wollte, ist mir immer der Wortlaut der Lutherbibel eingefallen. Das war die Bibel in der ich „zuhause“ war.

Aber im 21. Jahrhundert in der Arbeit mit der Jugend bin ich immer wieder über die „dermaleinsts“, das „fürbaß“ und vor allem die „Weiber“ gestolpert. Und ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich mit dieser Übersetzung bis zum Ende des Lebens leben und arbeiten will? Ich habe schon mal mit der Schlachter, und der Neuen Genfer geliebäugelt. Ich finde beide Übersetzungen ziemlich gut aber so richtig warm bin ich damit nicht geworden. Mit der Luther 1984 und auch der Neuen Luther von 2009/10 konnte ich mich irgendwie nie anfreunden. Ich weiß gar nicht warum.

Diese Frage wurde in den letzten Monaten akkuter, und die Entscheidung präsenter. Für die Bibelkundeprüfung muss ich 140 Bibelstellen aus dem NT und 140 Bibelstellen aus dem AT auswendig lernen. Und ich habe verstanden, die Übersetzung, aus der ich die Stellen lernen werde, wird mein Lenben in der Zukunft bestimmen. Denn ich will die Stellen nicht für die Prüfung sondern fürs Leben lernen.

So habe ich mit Spannung auf die neue Revision der Lutherbibel gewartet. Zum Lutherjahr 2017 sollte sie fertig sein. Und vorletzte Woche ist sie rausgekommen und bei der Frankfurter Buchmesse vorgestellt worden. Ich habe mir gleich bei Amazon die Jubiläumsausgabe zur Reformation bestellt. Letzte Woche ist sie angekommen und ich bin begeistert. Die Ähnlichkeit zur 1912 ist bestechend. Und sie ist sehr gut zu lesen. Ich glaube ich habe meine Bibelübersetzung gefunden.

Luther 2017

Übrigens gibt es in den App-Stores dieser Welt die Luther 2017 App. Sie ist bis zum offiziellen Luther-Jubiläum im nächsten Jahr kostenlos. Lade sie runter und lies mal rein.

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Kommentaren (5)

  1. Kerstin Trick

    Danke Robert für die Info . Die Luther App 2017 ist klasse . Ich werde mir auch eine neue Bibel Kaufen . L.G. Kerstin

  2. Eugen Schneider

    Sehr interessant Robert. Ich habe vor bzw. nach meiner Bekehrung auch überlegt mit welcher Bibel ich loslegen soll. Habe überlegt und überlegt und auch nachgefragt und darüber gesprochen mit einigen. Nachdem ganzen hin und her bin ich bei der Elberfelder stehen geblieben und muss sagen ich habe sie lieb gewonnen.

    Was die Luther 2017 betrifft, davon habe ich gelesen als ich im August bei euch war. Nun ist sie draußen, da werde ich mal rein schauen. Danke für den Tipp.

  3. Albrecht

    Die Deutsche Bibelgesellschaft sprich: EKD hat schon so viele Irrungen und Wirrungen hinter sich, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das eine gute Übersetzung sein wird. Sie muß ja schließlich auch genderkorrekt (aus Söhnen werden auf einmal Kinder) und politisch korrekt sein. Ich werde sich aber mal ausprobieren. Für mich war schon immer die Schlachterbibel das Maß aller Dinge. Zuerst Schlachter 1951 (lese ich jetzt noch gerne), aber zum Weitergeben Schlachter 2000.
    Liebe Grüße udn Gottes Segen

  4. Albrecht Schmidt

    Die Übersetzung ist gar nicht mal so schlecht, aber die Apokryphen darin sind teuflischen Ursprungs, weil gelesen werden als Gotteswort, aber dem Wort Gottes Diametral gegenüberstehen!!

  5. Vitalij

    Wenn man folgende Bibelstellen: Jes. 42,6; Joh. 1,18; Hiob 42,6; Jes. 3,12; Richter 19,2 uvm.
    mit einer treuen Bibel wie z.B. die Luther 1912 oder Schlachter 2000 mit Luther 2017 vergleicht, so
    sind große Abweichungen vorhanden. Dazu hat die Lutherbibel 2017 eine ,,gendergerechte“ Sprache,
    die immer mehr dem Zeitgeist entspricht. In den Sach- und Worterklärungen steht über Sodom und Gomorra:
    ,,Kanaanitische Städte, die nach 1. Mose 19,1-29 wegen ihrer Sünden vernichtet wurden (so weit OK). Vielleicht am Südostufer des Toten Meeres gelegen, sind sie wahrscheinlich schon in der mittleren Bronzezeit durch eine Naturkatastrophe untergegangen (??)“. Glaubten den die Revisionen selbst nicht an den Bericht aus 1.Mose 19? Leider gibt es noch viele andere Stellen, die verdreht wurden. Als Kinder Gottes sollten wir eine Bibel gebrauchen die Jesus Christus am meisten verherrlicht. Dabei denke ich besonders an die Luther 1912,Luther 1998, Luther 2009 und die Schlachterbibel.

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