Wir müssen davon Abstand nehmen, auf schwere Fragen einfache Antworten zu geben, und die Bereitschaft aufbringen, zu beten, nachzudenken und geistige Schwerstarbeit zu leisten, damit wir unseren gegenwärtigen Standort bestimmen und erkennen können, was der Herr von uns möchte.

Os Guiness

Schwierige Fragen – schwierige Antworten

Ich bin in einer Gemeindekultur aufgewachsen, in der man keine schwierigen Fragen gestellt hat. In meiner Jugend habe ich die schwierigen Fragen immer verdrängt. Die Welt war schwarz-weiß und die Fragen und die Antworten waren einfach.

Irgendwann mal habe ich angefangen mich selbst mit den schwierigen Fragen auseinander zu setzen. Und ich habe verstanden, dass die Welt nicht schwarz-weiß sondern auch Graustufen und sogar Farben hat. Nicht ganz unschuldig daran war die junge Generation, die sich nicht gefürchtet hat die schwierige Fragen offen zu stellen und (noch schlimmer ?) sich mit den einfachen Antworten auf die schwierigen Fragen nicht zufrieden zu geben. Es ist nicht einfach, auf diese Fragen die passenden Antworten zu geben, es ist tatsächlich geistige Schwerstarbeit. Und auf manche Fragen habe ich immer noch keine Antwort gefunden.

Ich habe aber in dieser Zeit festgestellt, dass das Geben einfacher Antworten auf schwierige Fragen nicht einfach dumm ist. Weil unser Denken das Handeln bestimmt, führen uns diese Antworten manch mal in die Irre. Weil wir nicht genug nachgedacht, unseren Standort nicht bestimmt und das Ziel nicht klar vor Augen haben, landen wir am Ende dort, wo wir nicht sein wollten.

Weißt du was ich meine? Ich mach mal ein praktisches Beispiel.

Schwierige Frage

Wie erfüllt eine Ortsgemeinde den Missionsauftrag und was ist mein Beitrag zur Erfüllung dieses Auftrags?

Einfache Antwort

Jesus hat den Auftrag seinen Aposteln erteilt, nicht irgendwelchen Jünglingen. Überlass das den Ältesten der Gemeinde. Kümmere dich nicht darum. Wenn die Ältesten sehen, dass du irgendwo helfen kannst, werden sie dich schon ansprechen.

Problem

Keine Standortbestimmung. Die Frage, ob die Ortsgemeinde den Missionsauftrag wirklich erfüllt. Wie die Erfüllung in heutiger Zeit aussieht, wird nicht zugelassen und nicht diskutiert. Damit wird auch die Chance vertan zu verstehen, was der Herr in dieser Zeit von uns möchte.

Die Beantwortung dieser Frage erfordert viel Gebet, Bibelstudium und Nachdenken. Geistige Schwerstarbeit eben. Aber es lohnt sich das zu tun.

Wie ist es bei dir? Kennst du auch einfache Antworten auf komplizierte Fragen? Oder findest du mein Beispiel an den Haaren herbeigezogen? Schreib doch mal was in die Kommentare!

Schlagworte: ,

Kommentaren (7)

  1. christine ott

    Hallo Robert!
    Danke das du das Thema aufgegriffen hast.
    Im persönlichen Kontakt mit verschiedenen Menschen habe auch ich lernen müssen,das es eben nicht schwarz weiß bei Gott zugeht.Was für den einen richtig war,kann für den anderen grundfalsch sein.Gottes Gnade und Weisheit hat so viele Facetten,das man nur staunen und danken und sein(endlich festgelegtes)Gottesbild zum hundertsten Mal über den Haufen werfen kann.
    Gott segne dich!
    Liebe Grüße Christine

  2. Kerstin Trick

    Hallo Robert Danke für das sehr gute Beispiel . Möge der Herr uns helfen um zu denken Lernen. Viele liebe grüße Kerstin

  3. Schneider Eugen

    Danke dir Robert ! Ich für mein Teil, finde dieses Thema bzw. Schwierige Fragen oder anders gesagt überhaupt Fragen die jeder in den und zu den unterschiedlichsten Sachen hat sehr sehr spannend.

    Ich denke das uns da die Bibelstellen aus 2. Timotheus 2,7 und Psalm 32,8 als auch Johannes 16, 13 eine sehr sehr große Hilfe sind bzw. sein können.

    • Hallo Lutz,

      das ist auch richtig, da müssen wir aufpassen, dass wir nicht über das Ziel hinausschießen. Mir geht es hier um die Fragen, die mich selbst beschäftigen, bzw. die z.B. junge Leute an mich herantragen.

  4. Erich

    Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Austausch mit jemandem über das Zuhören. Dabei hat mir das Gegenüber geantwortet, dass es keine Wahrheit gibt. Später hatte ich noch mal ein Gespräch mit einem Prediger. Der verwies darauf, dass heute keine Wahrheiten mehr gepredig werden dürfen. Wahrheit wird als individuelle Warnehmung angesehen.

    Deshalb hab ich mich heute mal im Internet umgesehen was man da zu diesem Thema lesen kann. über dieses Suchen bin ich auf deinen Blogg gestossen.

    Was du hier schreibst, dein Zeugnis ist interessant. Aber die Aussage hier, wie kommst du auf diese Aussage.

    Du schreibst, dass du forschst in der Schrift und von schwierigen Fragen.

    Du schreibst von viel Bibelstudium und viel Gebet.

    Ich schreibe dir mal was anderes.

    Jesus hat versprochen dass uns der Heilige Geist in alle Wahrheit leiten wird.

    Wieso also all dieses kämpfen und bemühen?

    Wenn ich fragen hab, kann ich ihn fragen. Er errinnert mich dann an die Schriftstellen die ich dann nachlese.

    Er zeigt mir die zusammenhänge auf.

    Ja sogar in den Gesprächen mit Leuten die Fragen haben gibt er mir die richtigen Worte.

    Oft kommt es dabei vor, dass ich den Leuten Dinge erkläre die für mich in diesem Moment auch ganz neu sind. Mich überraschen, überführen, ja mir auch mal aufzeigen dass ich da nicht recht bin.

    Selber zu Studieren mit eingener Kraft und intellekt wird uns in die Irre bringen.

    Jesus sagte, ohne mich könnt ihr nichts tun.

    Nichts ist nicht. Auch die Bibel Verstehen geht nicht ohne ihn.

    Beten kann dabei auch nur eine Fromme Übung sein mit der wir uns selbst betrügen.

    Um dann dieses Gebet für unsere eigenen Ideen die wir dann als Gottes Ideen ausgeben zu rechtfertigen.

    Ich hab hier viel geschrieben und nicht alle werden alles lesen.

    Verweise aber auf die Aussage Jesus

    Wer den Willen Gottes tun will, wird erkennen ob ich hier meine eigenen Gedanken äussere oder ob es Gottes Gedanken sind.

    Wenn du oder irgend jemand mir eine Aussage der Bibel nennen kann die meinen Aussagen widerspricht, dann bitte ich mir das Mitzuteilen mit dem Verweis auf die Aussage.

    Ich hab keine Der Bibelstellen zusammengesucht. alles aus der Errinnerung geschrieben. Sinngemäss wiedergegeben, aber nicht falsch. Im Bemühen nichts anderes zu schreiben als was jeder in der Schrift nachforschen und finden kann.

    Bei irgend welchen Fragen zu aussagen die Erschrecken oder Frustieren, darf man mich gerne Fragen. Denn ich hab hier nicht alles niedergeschrieben. Wie ich auf die Aussagen komme.

    Aber wer in christus ist und wirklich wissen will, warum ich irgend eine der Aussagen gemacht hab die schwer zu akzeprieren sind kann auch den Heiligen Geist fragen. Er wird ihn, wenn er aufrichtig ist mit sicherheit zur Aussage leiten.

    Aber wenn nicht. Manchmal sind wir verstockt, so dass wir uns von ihm nicht gerne an alle Aussagen erinnern lassen. Dann darf man mich gerne Fragen.

    Bitte Entschuldigt wenn ich lange hab bis ich Antworte, bin nicht immer in der Lage zugriff aufs Internet zu haben.

    Also mal zum Anfang

    Ich weise mal auf einige Aussagen Jesu hin.

    Das Gebet Jesu

    Vater unser

    Gott ist Vater derer die ihm Glauben.

    Redet ein Vater mit seien Kindern oder nicht?

    Dann bedenke noch was im At über den Menschen geschrieben steht.

    Er ist schlecht von Jugend auf
    Wenn sie zusammenkommen besprechen sie wie sie die anderen Betrügen können
    Verflucht wer auf Menschen vertraut
    uvm

    Was sag Jesus

    „Ihr die ihr Schlecht seid“

    Paulus Klagt

    Das Gute was ich tun will, das tue ich nicht sondern das Schlechte, das Schlechte aber das ich nciht tun will, das tue ich.

    Dann noch zu einer Realität die du sehr ignorierst.

    Die meisten der Geistlichen Leiter unserer Gemeinden sind ausgebildet worden in Theologischen Fakultäten.

    Was lernen sie da?

    Gott gehorsam sein?

    Beten wie Jesus gebetet hat?

    Nein, die meisten von ihnen haben kaum eine Ahnung was überhaupt in der Bibel geschrieben steht. Sie kennen dafür mehr Theologische Überlieferungen und Traditionen.

    Sie verstehen sich darauf grossartige Reden zu halten

    Sie verstehen sich darauf Programme zu machen die die Menschen anziehen.

    Kurz gesagt, sie verstehen sich darauf Menschen hinter sich her zu ziehen.

    Was sagt aber die Bibel über solche Leiter?

    Sollten Leiter nicht Menschen befähigen unabhängig zu werden?

    Mündig zu werden?

    Paulus Weisst die Leiter darauf hin, dass sie nicht Leiten sollen wie die Leiter der Welt indem sie über die Gemeinde Herrschen, sondern dass sie ihr als Vorbilder im Nachahmen Gottes voraus gehen.

    Ich kann dir aus eigenem Erleben und erfahren sagen, dass Gott dir vieles zeigen wird was er tun will wenn du ihm gehorsam sein willst.

    Er wird dir sagen was die Jugendlichen brauchen damit sie sich gut entwickeln.

    Als Jugendarbeiter solltest du dich unbedingt um die Gabe der Prophetie bemühen. Denn dann weisst du was in den Jugendlichen vor geht. Denn der Herr wird es dir zeigen.

    Und die Jugendlichen werden erleben, dass da wirklich ein Gott ist, der sich um sie kümmert. Denn sie werden erleben, dass du dinge weisst über sie, die sie dir nicht gesagt haben.

    Ich kann dir eines Sagen in den Kirchen gibt es mehr falsche als echte Christen.

    Ich weise dich auch noch darauf hin, dass im AT Gott sagt, ich habe nie zu euch gesprochen doch ihr redet in meinem Namen.
    Das sagte er zu dein falschen Propheten.

    Wer in Christus ist kann jetzt durch den Heiligen Geist Gott Vater nennen und mit ihm direkt kommunizieren.

    Umso mehr gilt daher, hüte dich vor denen die noch nie Gottes Reden gehöhrt haben aber dich belehren wollen. Sie sind wie die Falschen Propheten.

    Weiter warne ich dich auch vor den Menschen die schnell sind ihre Meinung zum besten zu geben.

    Wer wirklich an den Gott Israels glaubt, den Schöpfer und Richter über allem was ist, wird niemals seine eigene Meinung kundtun.

    Denn Gott wird uns nicht nach unserer oder irgend eines Menschen Meinung richten sondern nach seinem eigenen Wort.

    Bedenke, dass die Menschen heute in Kirchen gehen nach dem Worte des Paulus.

    Sie ertragen das Wort Gottes nicht mehr, wegen ihrer Verdorbenheit und suchen sich Prediger die ihnen Predigen was sie gerne hören wollen.

    Diese Prediger sind aber Diener Satans. Warum?

    Jesus sagte zu Petrus

    Weiche Satan. Du willst nicht was Gottes ist sondern was des Menschen ist.

    Satan ist nich nur eine Person, sondern alles was Gott zum Lügner macht oder nicht seinem Willen entspricht.

    Wenn also die Leiter den Menschen Predigen was diese hören wollen. Was ihnen gefällt, sind sie da nicht Menschendiener und somit Diener Satans

    Wölfe im Schafspelz?

    Jeder der in Christus ist ist Somit ein Kind Gottes und hat direkten Zugang zu Gott.

    Gott wird kein Kind von sich weisen das ihn aufrichtig um etwas fragt.

    Unsere Berufung ist nicht Gemeindeprogramme am Leben zu erhalten sondern die Menschen mit Gott zu versöhnen.

    Wir sollen in der Liebe untereinander so leben dass die Menschen die Gott nicht kennen gerne mit uns Befreundet sein wollen.

    Dass sie Lust bekommen dazu zu gehören.

    Wir sollen Kranke heilen, Dämonen austreiben und Zeichen und Wunder werden uns folgen.

    Daran sollen die Menschen erkennen dass wir seine waren Kinder sind und nicht an unseren Programmen und Gemeinden.

    Wir die in Christus sind bilden als Gemeinschaft den Tempel Gottes.

    Wenn aber die Steine des Tempels nicht miteinander Verbunden sind (zB durch Gemeindemitgliedschaften) Wie kann der halten?

    Wir sind in Christus zu einer Familie Verbunden und sollten uns um Einheit bemühen.

    Einheit darin, dass wir uns bemühen Gottes Denken zu übernehmen.
    Uns die Gedanken Gottes zu eigen zu machen
    uns gegenseitig anspornen unsere Eigenen Gedanken den Gedanken Gottes zu unterordnen.

    Da gibt es keinen Platz für

    Ich denke, ich sehe, für mich ist.

    Es gibt einen Gott, der hat selber Gedanken.

    Seine Gedanken sind Frieden

    Seine Gedanken sind Gutes

    • Hallo Erich,

      danke für den langen Kommentar. Ich habe ihn bis zum Ende gelesen 😉

      Über weite Teile deiner Ausführungen stimme ich dir zu. Ich halte auch nix von Gemeinde-Programmen und rhetorisch ausgefeilten Predigten, die ohne die Kraft des Geistes ausgerichtet werden. Auch ich kenne das, dass der Heilige Geist mich an die Bibelstellen erinnert, die ich irgendwann mal gelesen oder gar auswendig gelernt habe. Gerade beim Studium der Schrift, wenn ich versuche eine Stelle zu verstehen, erinnert er mich an andere Stellen, die Licht auf diese Stelle werfen und plötzlich wird mir klar, wie das gemeint ist.

      Und wenn ich dann, die Stelle, die mir geholfen hat die andere Bibelstelle zu verstehen in meine Bibel reinschreibe. Und irgendjemand nimmt irgendwann mal meine Bibel zur Hand, stößt auf diese handgeschriebene Stelle, schlägt sie nach und der Heilige Geist hilft ihm auch diese Stelle zu verstehen. Dann ist da doch nichts verwerfliches dabei oder? Ich habe noch nicht verstanden, warum das für Dich falsch ist, das, was Gott anderen Menschen vor mir offenbart hat zu benutzen, um das zu Verstehen, was er in seinem Wort meint.

      Ich mache das mal praktisch. Jesus sag, „Bleibt in mir“ (Joh. 15). Was bedeutet das? Wie bleibe ich in ihm? Woher weiß ich, ob in in der letzten Woche in Ihm geblieben bin? Wenn ich eine Konkordanz oder das Thompson-Kettenverzeichnis zur Hand nehme, finde ich Stellen (z. B. im 1. Johannesbrief) die sehr praktisch zeigen, was es bedeutet in Christus zu bleiben. Warum ist das falsch, und zu warten, bis mich der Heilige Geist an diese Stellen erinnert richtig?

      So lange du keine Verantwortung für Menschenseelen hast, kannst du die schwierigen Fragen „aussitzen“. Das habe ich als junger Mensch oft gemacht. Ich habe die Frage „stehen lassen“. Und irgend wann mal, in 3-5 Jahren, bin ich auf Stellen gestoßen, oder ich habe Situationen erlebt, die mir geholfen haben diese Fragen zu beantworten. Wenn du in der Verantwortung stehst, stehst du im Entscheidungszwang. Dann brauchst du Antworten, biblische Antworten um eine Gott gefällige Entscheidung zu treffen. Und das häufig sehr kurzfristig.

      Ich mache das mal praktisch (an einem fiktivem Beispiel, das folgende ist also frei erfunden). Da sind zwei Junge Leute, die wollen sich nur kirchlich trauen lassen. Sie sagen, sie verstehen die ganze Sache mit dem Standesamt nicht. Das „Ja“ das sie sich vor Gott geben, dass zählt ja am Ende. Und sie planen ihre Hochzeit im September dieses Jahres. Was sage ich ihnen? Ich habe keine 3-5 Jahre sondern maximal zwei Monate, und dann muss ich die Antwort vom heiligen Geist haben. Ich brauche eine Antwort, die mit der Schrift übereinstimmt. Deshalb fange ich an intensiv zu beten, dass Gott mir das Verständnis öffnet, wie hier entschieden werden muss. Ich fange an die Bibel zu lesen mit dem Blick darauf, wie war das mit den Hochzeiten in der Bibel. Sagt Jesus oder die Apostel irgendwas zum Verheiratetsein und Heiraten? Was sagen sie, und was bedeutet das für uns? Damit ich ihnen begründet mit der Schrift zeigen kann, ob sie standesamtlich heiraten müssen oder nicht.

      Und das meinte ich mit Studieren und Beten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.