Nachdenkliches Bibellesen IV – Vaterunser

Vaterunser

Eine Möglichkeit die Bibel nachdenklich zu lesen ist betendes Lesen. Wir haben in der Schrift viele Gebete und es lohnt sich über diese Gebete nachzudenken und die Bitten in unseren Worten und unseren Situationen zu Gott zu bringen.

Ich möchte dich einladen das Vaterunser betend zu lesen. Lies bitte Matthäus 6,9-13. Ich möchte hier einige Fragen zum Nachdenken mitgeben. Nimm das als Anregung. Du musst dich nicht an die einzelnen Punkte und Gedanken dich ich aufgeschrieben habe halten. Halte dich an das Wort Gottes. Lass dich vom Heiligen Geist leiten und auf die Dinge aufmerksam machen für die du beten sollst.

Du kannst dich vor deine, in Matthäus 6 aufgeschlagene, Bibel knien. Oder du schreibst das Vaterunser auf einen Zettel und begibst dich auf einen ausgedehnten Spaziergang. Was auch immer deine Gebetshaltung ist, nimm dir Zeit für dieses Gebet.

1. Die Anbetung

Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt.

Was bedeutet das Wort „Vater“ für dich? In welcher Hinsicht ist Gott dein Vater? Was bedeutet „in dem Himmel“? Wie weit ist es von dir? Was ist der Name Gottes? Was bedeutet es für dich?

Fange dein Gebet mit Dank und Anbetung an. Werde dir bewusst, wer Gott ist. Danke ihm in erster Linie für das was er ist und nicht für das was er für dich getan hat.

2. Das Reich Gottes

Dein Reich komme.

„Reich“ ist die Königsherrschaft Gottes. Wohin soll seine Herrschaft kommen? Wo weht sein Banner noch nicht? Wie wird sein Reich ausgebreitet?

Denke an deine nächste Umgebung, Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen und Schulkameraden. Denke an deine Stadt an dein Land. Denke an die Länder, die im Dunkeln liegen, in denen die Kinder Gottes verfolgt werden. Bete für die Reichsgottesarbeiter und für die Missionsgesellschaften und Werke, die sie ausgesandt haben.

3. Der Wille Gottes

Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.

Wie geschieht der Wille Gottes im Himmel? Wo auf Erden soll der Wille Gottes geschehen? Was ist der Wille Gottes für dich? Wo brauchst du Kraft von oben, um das was du weißt auch wirklich zu tun? In welchen Bereichen soll dir Gott zeigen, was sein Wille ist?

Liefere Dich Gott aus. Bitte ihn, dich in seine Hand zu nehmen und zu gebrauchen.

4. Der Alltag

Unser täglich Brot gib uns heute.

Was liegt heute und in dieser Woche an? Was macht dir Sorgen? Wovor fürchtest du dich? Worüber freust du dich?

Danke Gott für die kleinen Freuden des Alltags. Bring im deine Sorgen und lass sie bei ihm liegen. Bitte ihn um Leitung für die schwierigen Gespräche, die anstehen. Bitte ihn um Kraft und Weisheit für die schwierigen Aufgaben, die anstehen.

5. Die Abbitte

Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unseren Schuldigern vergeben.

Gibt es Dinge, für die du um Vergebung bitten musst? Bist du gestrauchelt? Gibt es Dinge, die du vergeben solltest?

Bei der vorigen Bitte hast du nach vorn geschaut. Jetzt ist es Zeit zurückzublicken. Wie waren deine letzten Tage? Was ist schief gelaufen? Was muss besser werden? Wie sehen deine Beziehungen zu deinen Mitmenschen aus? Gibt es Dinge, für die du um Vergebung bitten musst? Gibt es Dinge, die du vergeben solltest?

Bringe all das, was dir der Heilige Geist zeigt ungeschönt vor Gott. Bitte ihn um Vergebung. Sage ihm auch, dass du das Böse, das dir angetan wurde vergibst. Auch wenn du nicht so fühlst. Sage es. Lass es los.

6. Der Schutz Gottes

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel.

Was sind deine Schwachpunkte? Wo wirst du aktuell vom Satan angegriffen?

Bitte um Bewahrung. Bitte um Sieg. Bitte darum, dass Gott dich auffängt und trägt, da wo du nicht mehr kannst.

7. Der Dank

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Wo steht und blüht das Reich Gottes? Wo offenbart sich seine Kraft? Wo hast du seine Herrlichkeit erlebt?

Bete ihn wieder an. Danke ihm für das was er tut und in deinem Leben, in deiner Ortsgemeinde getan hat.

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Kommentaren (2)

  1. Thomas R.

    Das Wort „Himmel“ ist für mich faszinierend. Es ist so abstrakt und doch beschreibt es den Raum in dem sich Gott befindet am besten. Für mich ist der Himmel nicht weit weg, sondern so nah, dass man dort fast hineigreifen könnte. Manchmal wenn ich mich dessen bewusst bin, freue ich mich einfach schon darüber, Teil dieses Himmels zu sein.
    Und ich glaube, dass Gott in diesem Raum die absolute Herrschaft hat.

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