Nachdenkliches Bibellesen II

Esther die schöne Königin

Esther, die schöne Königin

Allgemein wird angenommen, dass das Genre der Shortstory zum Anfang des 19. Jahrhunderts in USA und England entstanden ist. Das ist aber nicht wahr. Die erste Shortstory ist in dem 5. Jahrhundert vor Christus in Persien entstanden. Es ist das Buch Esther. Es hat alle Elemente, die eine Shortstory haben muss. Einen Helden, einen Antihelden, einen Plot und die Entwicklung eines Charakters. Es hat auch einen mächtigen König, eine schöne Königin und ein Happy End.

Und wer weiß, ob du nicht gerade wegen einer Zeit wie dieser zum Königtum gekommen bist?

Ich möchte dir heute vorschlagen das Buch Esther wie eine Shortstory zu lesen. Nämlich in einem Atemzug durch. Es sind 5 kurze Kapitel die man in 15-20 munuten gut durchlesen kann. Und der zweite Vorschlag ist es 7 mal zu tun. Setz das Lesen deiner Fotsetzung, oder deinen Bibelleseplan in deiner Morgen- oder Abendandacht aus und lies an dieser Stelle Esther. Nimm an einem oder anderem Tag auch mal eine andere Übersetzung und lies zur Abwechselung die Geschichte dir selbst laut vor.

Notiere dir kurz am Ende jeden Tages, was dir in dem Buch neues aufgefallen ist. Schreib am Ende der Woche deine Erkenntnisse aus diesem Buch auf. Wo und wie Taucht Gott in dieser Geschichte auf? Was lernst du hier über Gott? Was kannst du als Anwendung für dein Leben mitnehmen?

Versuche am Ende der Woche, ob du die Geschichte wiedergeben kannst, in dem du sie jemandem, der sie noch nicht kennt erzählst.

Schlagworte: , ,

Kommentar (1)

  1. Markus R

    Interessant: Gott wird nirgends direkt genannt, auch im Urtext kommt das Wort Jahwe nirgends vor. Deutlich wird aber in diesem Buch die souveräne Führung Seines Volkes durch Gott, der hier deutlich die Entscheidungen/Handlungen der Mendchen beeinflusst und steuert(z.B. Die schlaflose Nacht des Königs).
    Stilistisch fällt auf, dass der Autor des Buches gezielt Gegensätze nutzt(z.B. Großes Fest am Anfang, Fasten, wieder großes Fest zum Ende); ein anderes Mittel ist die ausschweifende Beschreibung vieler Details, um den Leser zu beeindrucken.
    Das eigentliche Ziel des Autors ist jedoch ganz klar die Begründung des Purimfestes, in welchem die Juden ihre wunderbare Errettung während der Diaspora feiern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.