Nachdenkliches Bibellesen I – Auferwecken des Lazarus

Auferweckung des Lazarus

Seit längerem schwebt mir vor eine Serie zu machen, mit der ich dich ansporne deine Bibel intensiver und nachdenklicher zu lesen. Hier ist der erste Beitrag dieser Serie.

Such dir einen Platz, wo du für einige Stunden Ruhe hast. Du brauchst ein Blatt Papier, einen Stift und deine Bibel. Lies bitte Johannes 11,1-44. Lies es wenigstens drei mal nacheinander durch, lies es wenigstens einmal dir selbst laut vor. Wenn dir Fragen zu diesem Text kommen, notiere sie.

Lies auch die Absätze vor und nach diesem Abschnitt. Wo war Jesus, als ihn die Nachricht von der Krankheit des Lazarus ereilte? Was hat er da gemacht? Was hat die Auferweckung im Volk bewirkt? Was bedeutete das für Jesus?

Und nun kannst du in das Geschehen eintauchen. Wie hat die Nachricht der Krankheit des Lazarus auf die Jünger gewirkt? Wie haben sie das, was Jesus gesagt hat verstanden? Was ist in ihnen auf dem Weg nach Betanien und bei dem was dort geschah vorgegangen?

Vergleiche die Worte von Maria und Martha. Warum fällt die Reaktion von Jesus darauf so unterschiedlich aus? Was kannst du aus Unterhaltung zwischen Jesus und Martha entnehmen? Was wollte Jesus ihr sagen? Was kannst du aus der Nicht-Unterhaltung zwischen Jesus und Maria entnehmen? Worauf richtet sich sein Zorn?

Achte auf das Gebet von Jesus vor dem Grab. Was ist das Besondere an diesem Gebet? Was sagt dieses Gebet über das Verhältnis des Sohnes zum Vater? Was sagt es über das Wunder, das er tut?

Zähl, wie oft das Wort „Glauben“ in diesem Abschnitt vorkommt. Was sagt dir diese Geschichte über den Glauben?

Denk dir selbst Fragen zu diesem Text aus. Versuche sie zu beantworten.

Was hat diese Geschichte mit deinem Leben zu tun? Gibt es Momente, wo du aufgehört hast zu glauben? Gibt es Verhältnisse, gibt es Menschen, für die du gebetet hast, aber jetzt die Hoffnung aufgegeben hast, dass sich etwas ändert? Warum?

Wie gehst du mit Enttäuschungen in deinem Leben um? Eher wie Martha oder eher wie Maria? Wie denkst du das Jesus diese Enttäuschungen sieht?

Schreibe alle Gedanken und Einsichten auf, die du in diesem Abschnitt gefunden hast. Schreibe deine Schlüsse und Entschlüsse auf.

Verwende einige Zeit im Gebet. Was will dir Gott, mit dem was du studiert und nachgedacht hast sagen? Was willst du Ihm sagen?

Ich wünsche dir Gottes Segen für das nachdenkliche Lesen dieser Geschichte. Schieb das nicht auf. Überleg jetzt, während du die letzten Zeilen liest, wann und wo du dir die Zeit für Martha, Maria, Lazarus und Jesus nehmen willst. Blocke die Zeit in deinem Kalender. Es wird sich lohnen.

Und wenn du das getan hast, dann teile bitte mit uns einige deiner Gedanken, Einsichten und Entschlüsse in den Kommentaren. Danke!

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Kommentar (1)

  1. Nelli Baumbach

    Als ich diese Begebenheit mehrmals gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass Jesus wahrscheinlich nicht (nur) geweint hatte, weil er Lazarus lieb hatte und dieser gestorben war, sondern wegen des Unglaubens. Bisher hatte ich immer gedacht, dass Jesus traurig war, wie wir traurig sind, wenn einer unserer Lieben stirbt. Jesus war ein Mensch wie wir mit Gefühlen- warum sollte er nicht traurig gewesen sein, dass Lazarus, den er lieb hatte gestorben ist? So dachte ich immer…
    In meiner Bibel gibt es im Vers 35 einen Verweis auf Lukas 19,41. Hier weint Jesus auch über die Blindheit oder den Unglauben Jerusalems. Da es in diesem Abschnitt viel um Glauben geht, kann ich mir vorstellen, dass Jesus traurig war, dass man seinen Worten zu wenig Glauben schenkte.
    Vielleicht jammerte es Jesus auch über das Volk wie in Markus 6,34. Jedenfalls zeigen diese Verse mir, dass Jesus den Menschen sehr liebt und ihn dieser sehr wichtig ist.
    Am meisten mag ich den 40.Vers. Er ist eine Verheißungen für mich- also, dass jede schwere Zeit in meinem Leben mir zum Besten ist – Jesus erwartet nur, dass ich es glaube. Denn nur wer glaubt, kann sich an Gottes Schatzkammern bedienen.

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