Zeichen der Zeit (aus dem frühen 20. Jahrhundert)

Zeichen der Zeit

In dem Buch „Die neutestamentliche Gemeinde“ schreibt H. M. Riggle im letzten Kapitel:

Während ein hoher Prozentsatz der Namenschristen, sowohl Prediger wie auch Laien, heutzutage immer mehr von den klaren Richtlinien der biblischen Lehre abweicht, erheben namhafte Prediger ihre Stimme und versuchen die Trennungsmauern zu beseitigen, die nicht selten wegen geringfügiger Glaubensunterschiede aufgerichtet worden sind. Sie bemühen sich, theologische Streitfragen, die die Christen Jahrhundertelang getrennt haben, an die Seite zu legen und dafür eine herzliche christliche Gemeinschaft zu fördern.

Die „Gospel Trumpet“ vom 29. Mai 1930 brachte einen Leitartikel, in dem F. G. Smith sagt: „Die gegenwärtige Reformation, bekannt unter dem biblischen Namen ‚Gemeinde Gottes‘, beansprucht nicht das Alleinrecht zur Führung dieses weltumfassenden Namens, ist aber aufrichtig bemüht eine universale Haltung einzunehmen und zu bewahren, in dem sie sich davor hütet, durch Aufrichtung eigener Glaubensschranken sich von anderen wahren Christen abzusondern … Es ist die Absicht dieser Reformationsbewegung, nur auf solche Grundsätze Nachdruck zu legen, die einer bibelgemäßen Einigung aller Kinder Gottes zu einer weltweiten Gemeinschaft förderlich sind, in der alle wahrhaft Wiedergeborene auf der Welt als bereits zur Gemeinde Gottes gehörend voll anerkannt werden.“

Der nüchterne Blick auf die Entwicklungen (um nicht zu sagen: Spaltungen) in unseren Kreisen zeigt, dass unsere Generation das Hauptanliegen der „Reformatoren“ nicht verstanden hat.

Wenn Du das Buch lesen willst, empfehle ich zuerst das letzte Kapitel zu lesen. Und dann das ganze Buch aus der Perspektive dieses Kapitels. Wenn Du (wie ich) das Buch schon mal gelesen hast und dieses Experiment machst, wirst Du feststellen dass Riggle an vielen Stellen etwas anderes meinen könnte, als was wir immer gedacht haben, das er meint.

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