Berufung mal ganz praktisch

Werden wie Jesus, Das Gebetsanliegen Jesu

Ich hatte hier ja schon einige Artikel mit denen ich zeigen wollte, dass Berufung nicht etwas Besonderes für die „geistliche Elite“ ist, sondern dass jeder von uns, die wir gerettet sind, dazu berufen ist, den Platz, den Gott uns gegeben hat auszufüllen.

Wie ist es aber mit der Berufung in die geistlichen Ämter in der Gemeinde? Wie weiß ein Student der Wirtschaftswissenschaften, dass gerade er dazu berufen ist, ein Evangelist oder Hirte zu werden? Ich habe den Eindruck, dass zuweilen etwas geheimnisvolles, etwas unfassbares bei diesem Thema mitschwingt. So als ob es so eine besondere Offenbarung Gottes geben muss, ein Traum oder eine Vision, die mir meine Berufung zeigt.

Greg Gilbert hat auf der Evangelium21 Konferenz in diesem Jahr dieses Thema ganz ganz einfach und praktisch erklärt. Berufung besteht für ihn aus drei Teilen, drei Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Dabei liegt ein Teil der Berufung bei dem Menschen selbst, ein Teil liegt in der Gemeinde und ein Teil in Gott. Und erst wenn wirklich alle drei Bedingungen erfüllt sind, kann man von „Berufung“ sprechen.

1. Das Verlangen

Der erste Teil, ist das Element, das in Dir liegt. Es ist ein Wunsch, ein Verlangen oder eine Sehnsucht nach der Arbeit im Weinberg des Herrn. Ob du ein Missionar oder ein Hirte oder ein Lehrer sein willst. Wenn ein Feuer für die Sache Gottes in deinem Herzen brennt. Wenn du die Not der Menschen siehst. Wenn du diese Not in deinen Gebeten immer wieder vor Gott ausbreitest, dann ist diese Bedingung erfüllt.

Viele sehen dieses Verlangen als Berufung an, aber es ist nur ein Teil der Berufung. Es fehlen noch zwei wesentliche Teile.

2. Das Zeugnis der Gemeinde

Berufung geschieht immer im Kontext einer Ortsgemeinde. Das heißt, dass du als Berufener ein festes Glied einer Ortsgemeinde sein musst. Du musst in einer Ortsgemeinde dein „geistliches Zuhause“ haben. Du musst dort in Gemeinschaft mit den Geschwistern leben und ihnen auf verschiedene Arten dienen.

Und wenn die Geschwister bezeugen können, dass du treu auch in kleinen Dingen bist, dass der Segen Gottes auf deinem Diest zu sehen ist, dann ist auch die zweite Bedingung der Berufung erfüllt.

3. Eine offene Tür

Gott muss eine Möglichkeit geben den Dienst deiner Berufung zu tun. Es kann sein, dass die Menschen in Afrika dir besonders am Herzen liegen und es dein größter Wunsch ist, ihnen als Missionar das Evangelium zu bringen. Es kann sein, dass deine Ortsgemeinde die Gaben Gottes in dir anerkennt und die Geschwister dich ermutigen in die Mission zu gehen. Wenn es aber kein Missionswerk gibt, das dich nach Afrika entsendet, dann kann man noch nicht mit Sicherheit von einer Berufung sprechen.

Erst wenn Gott einen Weg öffnet, bei dem du das tun kannst, was du tun willst, ist die dritte Bedingung erfüllt. Und dann erst kann man mit Bestimmtheit sagen, dass Gott dich berufen hat.

Was denkst du über das Thema „Berufung“? Ist diese Herangehensweise hilfreich? Oder hast Du eine andere Meinung? Schreib das doch in die Kommentare!

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