Lasst uns Gutes tun!

Lasst uns Gutes tun auf Werden wie Jesus

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Das habe ich in einem Andachtsbuch für meine Kinder gefunden, und dachte mir, dass es auch für junge Leute interessant wäre.

Wie ernst das klingt! Das Wort Sünde hören wir nicht gern. Es ist so hässlich und es klopft an unser Gewissen.

Hier ist von keiner sündlichen Handlung die Rede, von keiner Übertretung eines Gebotes, sondern von dem, was wir nicht getan haben, von so genannten „Unterlassungssünden“.

Ich kannte einen Mann, der seinen Enkelsohn sehr liebte und alles für ihn tat, was er nur konnte. Solange Erik klein war, hing er wie eine Klette an seinem Opa. Er begleitete ihn auf Schritt und Tritt und ließ sich gern von ihm bei den Schulaufgaben und anderen Dingen helfen. Dann beendete er die Schule und begann eine Ausbildung. Er bekam eine Lehrstelle ganz in der Nähe des Dorfes, in dem sein Großvater seinen Lebensabend verbrachte. Der Opa war alt und krank, er konnte sich nur noch mühsam bewegen. Und mehr den je beschäftigten sich seine Gedanken mit Erik. Am Sonntag fuhr Erik oft durch das Dorf, er hatte allerlei lustiges vor. Beim Großvater hereinzuschauen und ihm wenigstens einen kurzen Besuch abzustatten, schien ihm langweilig zu sein. Der alte Mann war traurig darüber. Er hatte Sehnsucht nach seinem Liebling, der ihn nun nicht mehr zu brauchen schien. Und eines Tages stand das treue Herz still, der Großvater war in die Ewigkeit gegangen. Es war nun zu spät, ihn zu besuchen und ihm Freude zu bereiten.

Vielleicht, ja ganz bestimmt, wartet auf dich und mich jemand, dem wir Liebe geben können. Wir wollen um offene Augen bitten und um ein williges Herz, das dem leisen inneren Mahnen nachgibt, damit wir „Gutes tun“, solange es noch nicht zu spät ist!


Quelle:
Marie Luise von Roon, „Jeden Tag ist Gott mir nah“ CMV

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