Nach dem Willen Gottes

Berufen und BERUFUNG nach dem Willen Gottes

Du magst die Leute in der Gemeinde anschauen, Leute wie die Hirten, Evangelisten, Jugend- und Chorleiter und dann daraus schließen, dass es die geistliche Elite ist. Und dann schaust du dich an. Und du siehst einen Werkzeugmechaniker oder Krankenpflegerin, einen Studenten oder Schülerin, die nebenbei kellnern oder im Supermarkt an der Kasse sitzt. Und dir kommt der Gedanke: Ich bin nicht so wichtig wie sie. Ihr Wirken ist entscheidend für das Reich Gottes. Und was bewirke ich schon?

Gott hat jeden von uns zu verschiedenen Aufgaben berufen. Paulus war ein Apostel Jesu Christi, nach dem Willen Gottes. Aber Andreas ist berufen ein Architekt zu sein, nach dem Willen Gottes. Anna kann zur Konstrukteurin berufen sein, nach dem Willen Gottes. Patrick zum Altenpfleger, nach dem Willen Gottes. Und Miriam zur Bankangestellten, nach dem Willen Gottes.

Auch du hast in dieser Welt einen Platz zu füllen. Einen Platz zu dem Gott dich berufen hat. Du darfst dich nicht als ein Christ zweiter Klasse fühlen. Als jemand den Gott nicht würdig genug erachtet hat einen Predigtdienst auszufüllen. Der Allmächtige hat dich an den Platz gerufen, an dem du stehst. Das ist der höchste Ruf, der an dich ergehen kann. Du solltest ihn nicht gering achten.

Es gibt in einer Ortsgemeinde Menschen die wir sofort wahrnehmen. Und dann denken wir, dass sie wichtig sind. Und vielleicht sind sie auch bei Gott wichtig, vielleicht aber auch nicht. Und dann gibt es in der Ortsgemeinde Menschen, die du beim ersten und zweiten und vielleicht auch dritten Besuch nicht wahrnimmst. Menschen, die unwichtig scheinen, aber in den Augen Gottes extrem wichtig sind.

Am Wochenende ist eine Schwester heim gegangen. Sie hat keine gewaltigen Taten im Werk Gottes vollbracht. Sie hat ihre Kinder erzogen, sie hat über 30 Jahre ihren Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt war, gepflegt. Sie hat in den Irrnissen und Wirrnissen der letzen Jahrzehnte die Geschwister, welcher Strömung sie auch angehörten, weder verurteilt noch verachtet. Sie hat die Jugend verstanden und geliebt, so wie sie die Senioren verstanden und geliebt hat. Ich hatte das Gefühl, dass jedem, der sie kannte und an sie dachte, es warm ums Herz bei den Erinnerungen an sie wurde. Und ich bin überzeugt, dass ihre Gebete mehr im Reich Gottes bewegt haben, als die Predigten mancher Pastoren.

Bei solchen Gelegenheiten denke ich immer, wer wird die Lücke, die in einer Ortsgemeinde durch den Tod so eines treuen Streiters Christi entstanden ist, ausfüllen? Willst du es nicht tun?

Sei was du bist, nach dem Willen Gottes!

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