Pumpe etwas mehr als du trinkst

Pumpe etwas mehr als du trinkst

Pumpe etwas mehr als du trinkst, war der rätselhafte Titel einer kurzen Geschichte, die ich vor Jahren in einer Farmerzeitung las.

Eine Witwe, die im Süden der USA lebte, führte die Farm ihres lieben verstorbenen Ehemannes weiter. Auf der Kuhweide, die an einer Hauptverkehrsstraße lag, war ein Brunnen mit frischem und kaltem Wasser. Auf dem Brunnen war eine altmodische Handpumpe angebracht. Daneben stand ein Wasserbehälter, aus dem die Pferde und die Kühe tranken, die auf der Weide grasten.

Da die Witwe eine freundliche Frau war und da sie beobachtete, wie viele Reisende auf der Hauptverkehrsstraße hielten und Wasser pumpten, brachte sie ein Schild an mit der Aufschrift: „Ich heiße alle herzlich Willkommen, Wasser zu trinken, die Durst haben; aber pumpt etwas mehr als ihr trinkt.“

Ist dieses Wort nicht ein Wort für die ganze Welt? Sind nicht das die glücklichen Menschen, die etwas mehr pumpen als sie selbst trinken? Sie denken an andere genau wie an sich selbst. Anstatt, dass sie fühlen, die Welt schuldet ihnen ein Leben, fühlen sie, dass sie selbst der Welt etwas schulden für das Leben und für alle erfreulichen Wohltaten. Das ist auch der christliche Begriff, wie er in der Heiligen Schrift gelehrt wird.

Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.

— SPRÜCHE 11,25

Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen.

— LUKAS 6,38

 

Also, sei so ein Mensch, der etwas mehr pumpt als er trinkt. Gib mehr als du empfängst. Damit wirst du zu einem glücklichen Mensch. Das ewige Wort Gottes bürgt dafür.

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Kommentar (1)

  1. Thomas R

    Dies ist einer meiner Lieblingsartikel. Er hat mir ein Lebensprinzip gezeigt. Für mich bedeutet es, sich nicht nur darauf zu verlassen, was andere zu einer Sache beitragen, sonder selbst wenigsten ein bssichen mitzubringen. Das wirkt sich z.B. auf den Gottesdienst, die Jugendstunde oder einfach ein treffen mit Freunden aus. Manchmal ist es auch einfach ein Smaltalk, bei dem es mir einfällt, selber etwas dazu beizutragen, um ein Gespräch interessanter zu machen.

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