Ein Christ ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem verpflichtet.

Martin Luther, Wittenberg 1520

Die Freiheit eines Christenmenschen

 

1520 schrieb Martin Luther auf Anregung des päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz ein Traktat, in dem er seinen Glauben darlegte und der zusammen mit einem Widmungsbrief dem Papst Leo X überbracht werden sollte. So entstand das sehr lesenswerte Büchlein „Von der Freiheit eines Christenmenschen“.

Ein Christ lebt nicht für sich selbst, sondern in Christus und für seinen Nächsten; in Christus durch den Glauben, für den Nächsten durch die Liebe. Durch den Glauben erhebt er sich zu Gott, von Gott aus wendet er sich wieder durch die Liebe zu seinem Nächsten und bleibt doch immer in Gott und in der göttlichen Liebe ebenso wie Christus in Johannes 1,51 sagt: „Ihr werdet noch den Himmel offenstehen sehen und die Engel auf- und absteigen über dem Menschensohn.“
Siehe, das ist die rechte, geistliche, christliche Freiheit, die das Herz frei macht von allen Sünden, Gesetzen und Geboten, die alle anderen Freiheiten übertrifft, wie der Himmel die Erde. Das gebe uns Gott recht zu verstehen und zu behalten.
Amen.

— Martin Luther


Traktat „Von der Freiheit eines Christenmenschen“
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