Was machst du mit dem Schlüssel zum Himmel?

Schlüssel zum Himmelreich auf Werden wie Jesus

Was ist der Schlüssel zum Himmel?

Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.

— MATTHÄUS 16,18-19

Ich habe mich lange gefragt, was dieser Schlüssel zum Himmelreich ist? Was war das für eine Macht die Petrus dort bekommen hat? Können wir sie in unserer Zeit auch haben? Vor einigen Wochen las ich den Bericht über die Jugendbibeltage in Mexiko. Dort ist es sehr einfach erklärt worden. Der Schlüssel ist das Evangelium. Wenn diese frohe Botschaft verkündet wird, gibt es für die Zuhörer zwei Möglichkeiten. Entweder sie nehmen es an und werden los von ihrer Sünde. Dann sind sie auch in Ewigkeit los davon. Oder sie nehmen es nicht an und bleiben gebunden in Sünde. Und dann bleiben sie auch in Ewigkeit gebunden unter der Macht Satans.

Das bedeutet, dass wir alle, die wir Gott kennen, den Schlüssel zum Himmelreich haben. Das Evangelium ist der Schlüssel mit dem wir ins Himmelreich eingegangen sind. Ich habe diesen Schlüssel. Und du hast ihn wahrscheinlich auch. Was machen wir damit?

Was habe ich damit gemacht?

Zu dem Schlüssel gibt es noch eine andere Stelle in der Schrift.

Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert!

— LUKAS 11,52

Das hier ist ein Negativbeispiel für den Umgang mit dem Schlüssel zum Himmelreich. Das bedeutet: Ich kann den Schlüssel verstecken. Verstecken hinter Geboten, Verboten und Ordnungen. Wenn das Christentum für mich zu einer Moralreligion geworden ist, wenn nicht mehr Christus und sein Blut, das er am Kreuz vergossen hat, das Zentrum meines Lebens bilden, sondern „Du musst“ und „Du darfst nicht“ und „Du solltest“, dann habe ich den Schlüssel versteckt oder gar verloren. Und mit „müssen“, „dürfen“ und „sollen“ kann ich keinem das Himmelreich aufschließen.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass diese (fast schon katholische) Theologie das Denken in meiner Jugend geprägt hat: „Ein Kind Gottes fährt nicht mit quietschenden Reifen an.“ „Laut zu lachen ist nicht geistlich, sondern ungeistlich.“ „Kinder Gottes haben keinen Fernseher.“ Ja sogar solche Stilblüten wie: „Ein Kind Gottes steht nicht mit den Händen in den Hosentaschen auf dem Kirchhof.“ Aber das Evangelium war verfinstert in mir. Ich war nicht in der Lage meinen Schulkameraden zu erklären was das Christentum oder was die Botschaft der Bibel ist.

Und ich bin Gott dankbar dafür, dass er mich geweckt hat. Dass er mir gezeigt hat worum es im Christentum wirklich geht. Dass er Christus und sein Kreuz in das Zentrum meines Lebens zurück gestellt hat. Ich habe das Evangelium aufs Neue entdeckt, und die Menschen um mich herum gesehen, die ohne Christus leben und auf dem Weg zum ewigen Verderben sind. Schade um die verlorene Zeit.

Ich habe den Schlüssel lange genug versteckt. Jetzt will ich ihn gebrauchen. „Herr, gib mir Gelegenheiten die frohe Botschaft zu verkünden!“ soll mein tägliches Gebet sein.

Was willst du damit machen?

Wie ist das bei dir? Hältst du den Schlüssel noch versteckt? Oder bittest du täglich um Gelegenheiten ihn zu gebrauchen?

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Kommentaren (2)

  1. Thomas R

    Was bedeutet der zweite Teil des Verses? „Alles, was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein.“
    Und die Parallelstelle in Mat 18,18?

    • Das Evangelium hat zwei Seiten. Die lösende, dann wenn wir es annehmen und die bindende, dann wenn wir es abweisen.

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