7 Möglichkeiten deinen Hirten zu lieben

Möglicjhkeiten deinen Hirten zu lieben auf Werden wie Jesus

Gottes Absicht für unser christliches Leben ist nicht das ziellose Irren von einer Weide zur Nächsten. 

Wir sind Schafe, die geführt werden wollen, wir brauchen jemanden, der uns leitet. Und weil Gott wusste was wir brauchen, hat er uns Hirten gegeben. Hirten, die sich um uns sorgen, die uns bewahren und die uns lieben.

Obwohl diese Rolle in einer vollkommenen Weise durch den ewigen, den guten Hirten Jesus Christus erfüllt ist, beinhaltet sein Plan auch menschliche Hirten hier auf der Erde. Wir nennen sie Prediger, Pastoren oder Älteste.

Das ist der verachtetste und am schlecht bezahlteste Job auf diesem Planeten. Wenn wir von dem Prinzip ausgehen, dass der Lohn, der Verantwortung die man trägt entspricht, dann sehen wir die Verantwortung großer Konzernchefs. Zum Beispiel meinen Chef. Martin Winterkorn trägt Verantwortung für 540.000 Menschen, die bei Volkswagen arbeiten. Führt er Volkswagen in die Pleite, sind 540.000 Menschen ohne Arbeit und stürzen in große, existenzielle Not. Dafür bekommt er jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag. Seine Verantwortung ist jedoch endlich. In 10 Mio. Jahren haben alle vergessen, wer Winterkorn war und was er mit Volkswagen gemacht hat.

Ein Pastor hat weniger Menschen, dafür ist seine Veranwortung ewig. Das was er tut, wird in 100 Mio. Jahren nicht vergessen. Die Eltern, die alles dafür getan haben um den Glauben an den Herrn Jesus in die Herzen ihrer Kinder zu pflanzen und mit angesehen haben, wie der Pastor diesen Glauben mit seinem Wandel zerstört; sie werden es nicht vergessen. Die Tatsache, dass ihre Kinder in der Hölle sind, wird sie daran erinnern.

Und selbst wenn es hier und da Pastoren und Älteste gibt, die nicht im Bewustsein dieser Verantwortung leben, soltest du mit der Verantwortung leben, diese Menschen zu lieben. Und hier habe ich 7 Dinge, die du an deinem Hirten lieben sollst.

1. Liebe seine Predigt

Er ist vielleicht nicht der herausragendste Prediger den du jemals gehört hast. Ich finde aber keine einzige Schriftstelle, die sagt, dass er das sein soll. Ich sehe in der Bibel viele Stellen, die sagen dass er treu sein soll. Und ich sage dir, nichts wird ihn mehr ermutigen die Schrift zu studieren, nichts wird seine anhaltende Treue für den Dienst an der Kanzel stärken, als Menschen die es lieben, wenn das Word Gottes verkündigt wird. Und wenn du seine Predigt liebst – sag es ihm.

Mache dir keine Sorgen darum, dass er aufgeblasen wird. Da gibt es tausend andere Sachen in seinem Leben, die ihn aufblasen können. Du kannst ihm aber eine Hilfe, eine Ermutigung sein, wenn du ihm erzählst, wie Gott seine Predigt benutzt um dein Leben in das Ebenbild Christi umzugestalten.

Und noch etwas, wenn du seine Predigt liebst, wirst du für die Predigt beten. Und wenn du jede Woche ernst für die Predigt betest, dann kannst du gespannt sein auf das, was Gott als Nächstes tun wird.

2. Liebe seine Frau

Wenige Dinge werden deinen Hirten mehr ermutigen, als wenn du den liebst, den er am meisten liebt. Denk daran, dass sie es ist, die ihm hilft die Last zu tragen ohne etwas dafür zu bekommen. Sie ermöglicht ihm gastfreundlich zu sein, was er sein muss, um predigen zu dürfen. Sie hat einen großen Anteil daran, dass ihre Kinder im Gehorsam und Glauben erzogen werden, was auch eine Voraussetzung ist, damit er predigen darf. Also, liebe sie, ehre sie, ermutige sie und danke Gott für diese Frau!

3. Liebe seine Kinder

Es gibt da einen unsichbaren Druck auf jeden Hirten. Manchmal liegt es auf ihm mit der Last eines nassen Zementsacks. Seine Kinder. Er weiß, dass er den Auftrag hat sie in den Wegen Gottes zu erziehen. Aber wie alle anderen Eltern hat er keine Ausbildung dafür bekommen. Er muss während seine Kinder wachsen es selber lernen. Und dabei muss er auch noch allen anderen sagen, was richtige Kindererziehung ist.

Ich habe Gemeinden erlebt, wo es nicht gut bestellt war im Leben der Kinder des Hirten. Und in einigen dieser Gemeinden wissen die Geschwister irgendwie was da zu tun ist. Sie stellen sich an die Seite ihres Hirten. Sie ermutigen ihn mit Worten. Aber das was eigentlich zählt ist, sie gehen auf ihre Knie und beten für die Kids dieses Mannes. Wenn du diesen Mann liebst, wirst du auch seine Kinder wirklich lieben. Du wirst sie nicht verurteilen, du wirst von ihnen nicht mehr erwarten als von allen anderen Kindern in der Ortsgemeinde. Sie müssen die frohe Botschaft hören, wie die anderen Kinder. Sie brauchen die Gnade Gottes, wie die anderen Kinder. Liebe sie, so wie sie sind.

4. Liebe ihn mit deinen Sorgen

Das fällt uns besonders schwer, aber ich möchte euch genau dazu ermutigen. Wir kommen aus einer Zeit, wo es fast eine Sünde war, etwas anderes zu denken, geschweige denn zu sagen, als das was der Prediger gedacht und gesagt hat. Und wir haben es verlernt unterschiedliche Meinungen kontrovers zu diskutieren, ohne dabei den Anderen zu verachten, oder ihm das Heil abzusprechen. Wir verstehen nicht, was es heißt, die Wahrheit in Liebe zu sprechen.

Aber wenn du diesen Mann liebst, dann wirst du es lernen in aller Demut zu ihm zu kommen und mit ihm allein deine Sorgen zu besprechen. Du wirst keine Gerüchte über ihn verbreiten. Du wirst keine abfälligen Bemerkungen über ihn fallen lassen. Du wirst keine Uneinigkeiten verbreiten, noch Groll gegen ihn in deinem Herzen halten. Das alles macht dein Herz bitter gegen ihn. Nein, wenn du jemanden wirklich liebst, dann suchst du ihn, um mit ihm in Ruhe zu sprechen. Dann kannst du dich unter ihn stellen und in dem du zu ihm hinaufschaust, deine ehrliche und ernste Fragen vorlegen. Mit der Bereitschaft deinen Standpunkt zu verändern benutzt du die Uneinigkeit um zur Einigkeit zu kommen.

Mir fällt es leicht darüber zu schreiben, aber das zu tun ist für mich sehr schwer. Geduld zu bewahren, wenn ich keine Antworten auf meine Fragen bekomme oder die platten Antworten aus den 90ern… Aber ich will es lernen!

5. Liebe ihn, wenn du ihn nicht verstehst

Das ist schon nicht einfach Hirte zu sein. Sie bekommen manche Schwierigkeiten und Probleme mit. Sie erfahren in der Seelsorge Dinge, die sie nicht mal mit der eigenen Frau teilen dürfen. Und weil wir diese Dinge nicht wissen entstehen genau da manche Mißverständnisse. |  Warum tust du hier nichts? Warum gebietest du hier nicht Einhalt? Wo warst du, als das geschah? Wieso bist du nicht gekommen, als wir dich gerufen haben? Warum hast du mich so lange warten lassen?

Wenn du ihn liebst, dann hoffst du alle Dinge. Denn die Liebe,

sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

— 1. KORINTHER 13,7

Du wirst ihn segnen, selbst wenn er eine Richtung einschlägt, die du nicht sehr überzeugend findest. Liebe ihn, wenn du ihn nicht verstehst!

6. Richte die Liebe langfristig aus

Eine weise Ortsgemeinde richtet ihr Herz auf eine lange (Liebes-) Beziehung zu ihrem Hirten aus. Es geht nicht darum mit ihm auszukommen, sondern darum ihn zu lieben. Dazu musst du dich selbst verpflichten ihn zu lieben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er es sein wird, der dich eines Tages trauen wird. Er wird deine Kinder segnen und deine Großeltern und Eltern beerdigen. Und du willst garantiert nicht, dass dies alles ein Fremder tut. Du willst, dass es jemand tut, den du liebst. Und wenn du das willst, dann musst du dich selbst zu etwas Größerem verpflichten als ihn zu tolerieren. Du musst ihn lieben. Auch dann, wenn du dich von ihm nicht geliebt fühlst.

Vielleicht denkst du: Das kann ich nicht, das ist unmöglich. Das ist monströs! Du denkst an die Wunden, die dein Hirte dir geschlagen hat. Wunden, die immer noch bluten. Aber das, was bei den Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott. Ich kenne junge Menschen, die das überwunden haben. Sie sind zu Christus gekommen und sind bei ihm geblieben, bis er sie mit dieser Liebe angefüllt hat. Und das führt mich zu dem letzten, dem größten Beweggrund deinen Hirten zu lieben.

7. Liebe ihn, weil Gott dich liebt

Die größte Motivation für Liebe ist niemals die Frage „Was bringt es mir?“ Die größte Form der Liebe ist selbstlos. Das ist die Liebe, die Christus uns gezeigt hat.

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott.

— EPHESER 5,1-2

Das ist das, worum es in diesem Blog geht. Werden wie Jesus. Tue, wie er getan hat. Wandle in der Liebe. Und das meint, liebe deinen Nächsten. Und vergiss nicht deinen Hirten zu lieben.

Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasst das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!

— RÖMER 12,9-10

Wie ist es bei dir? Wie liebst du deinen Hirten?


Inspiriert durch:
http://www.truewoman.com/?id=2870

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