5 Anregungen zur Verkündigung des Evangeliums auf der Arbeit (oder in der Schule)

Evangelisieren auf der Arbeit beim Blog Werden wie Jesus

Als Christ bist du ein mit allen Vollmachten ausgestatteter Botschafter des Weltreichs von Jesus, dem höchsten König des Universums. Gott hat dir die Botschaft der Versöhnung anvertraut, die gute Nachricht, dass Jesus Christus die Rebellen mit Gott versöhnt.

Du bist ein Botschafter, wenn du zum Gottesdienst in die Kirche gehst. Du bist ein Botschafter, wenn du mit deinen Freunden am Nachmittag die Sonne genießt. Wenn du zur Arbeit gehst, einen Kunden willkommen heißt, Nägel in die Dachlatte reinhaust, in einer Besprechung sitzt, eine Präsentation erstellst oder Notizen in deinen Block schreibst, du bist ein Botschafter des Königs.

Evangelisation ist nicht deine Hauptaufgabe auf der Arbeit. Die Schrift offenbart uns verschiedene Beweggründe und Absichten für unsere Arbeit. Aber du darfst dich nicht selbst betrügen. Ein Beweggrund für deine Arbeit ist Evangelisation. Du bist immer ein Botschafter des Königs. Auch in deinem Beruf.

Wie können wir also diesen Auftrag auf der Arbeit ausleben? Hier sind fünf Anregungen für die glaubensvolle Verkündigung des Evangeliums auf der Arbeit.

1. Mache einfach eine Gute Arbeit

Wenn du eine Gelegenheit zur Verkündigung des Evangeliums unter deinen Kollegen bekommst, dann sieh zu, dass dein Arbeitsverhalten diese Botschaft unterstützt. Baue einen Ruf auf als Jemand, der mit Verstand, Kreativität, Freundlichkeit und Mut seine Arbeit macht. Dann, wenn du die frohe Botschaft weitersagst, können die Leute sehen, wie der Charakter des Königs in dir Wiederschein findet.

Betrachte deine beruflichen Aufgaben im Licht des Evangeliums. Denke darüber nach wie du die Arbeit „für den Herrn“ tun kannst.

Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen.

— KOLOSSER 3,23

Gefällt es Gott wenn du pfuschst auf der Baustelle um schneller Feierabend zu machen? Kann er das gut finden, wenn du einen Kunden übers Ohr haust? Wenn er dich beobachtet, wie du deine Schuld auf die Kollegen schiebst, gefällt ihm das? Ist es in seinem Wohlgefallen, wenn du mit einem sauerem Gesicht, mit einem Geist des Ärgers oder gar Zorns durch den Arbeitstag gehst? Nein! Er will, dass du die Probleme des Arbeitsalltags im Glauben angehst. Schließlich ist Er es ja, der sie dir schickt.

Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, in dem ihr das Wort Gottes darbietet.

— PHILIPPER 2,14-16

Dann wird das Evangelium, das das die Ohren deiner Kollegen erreicht auch in ihren Augen bestätigt werden.

2. Lerne es das Gespräch auf Gott zu bringen

Yepp. Sage es! Lass die Leute in einer natürlichen, selbstverständlichen Art und Weise wissen, dass du ein Christ bist. Warum wollen so viele Kinder Gottes ihren Glauben geheim halten? Wir freuen uns doch, wenn jemand uns anspricht und uns über den Glauben fragt. Das erspart uns manchen ungeschickten Versuch den Anfang für ein Gespräch zu suchen. Aber wir gehen oft unseren Weg und geben den Leuten keine Gelegenheit uns zu fragen.

Wenn dich jemand fragt was du am Wochenende gemacht hast, sag ihm, dass du in der Kirche warst. Erwähne die Gebetsstunde am Mittwoch Abend. Sage nicht „Ich kann leider nicht zur Abteilungsfeier kommen, ich habe da was vor.“ Sage lieber „Ich kann nicht kommen, weil ich zu Pfingsten im Festchor mitsinge und wir Chorprobe haben“. Du musst nicht anstößig oder unverantwortlich wirken. Identifiziere dich einfach öffentlich mit Christus. Lass die Leute wissen, dass du ein Christ bist und dass dein Christsein eine natürliche Auswirkung auf deine Handlungen und Beziehungen hat. Du wirst dich wundern, wie oft Menschen das wenige an Informationen aufgreifen und mehr wissen wollen. Menschen sind mehr an geistlichen Dingen interessiert, als wir in der Regel annehmen. Sie brauchen aber so ein Gefühl der Erlaubnis von dir, um frei darüber sprechen zu können.

3. Baue Beziehungen jenseits des Büros auf

Versuche durch die Arbeit-und-Privat-Grenze, die manchmal zwischen den Arbeitskollegen besteht, durchzubrechen. Damit meine ich nicht, dass dein Verhältnis zu den Arbeitskollegen in irgend einer Weise unangebracht sein soll. Aber wenn du jemandem das Evangelium erklären willst, solltest du mit ihm vielleicht mehr als nur über die Arbeit sprechen.
Wirklich. Das ist auch nicht wirklich kompliziert. Sondere dich in den Pausen nicht ab. Es mag Zeiten geben, wo du allein mit Gott sein willst, aber mach das nicht in jeder Pause. Stell Fragen, die über das normale Small-Talk hinaus gehen. Erzähle mehr von dir, das ermutigt die Anderen auch mehr von sich preiszugeben. Sprich über deine Familie. Sei ehrlich, wenn du über manche Schwierigkeiten sprichst oder sprich über deine Hoffnungen für die Zukunft. Deine Fragen, deine Offenheit, dein Interesse an ihrem Leben wird über die Zeit zeigen, dass deine Sorge um sie viel tiefer geht, als dass sie gute Ergebnisse auf der Arbeit produzieren. Du interessierst dich für sie als Person. Wenn du mit ihnen über das Evangelium sprichst, werden sie dir ganz anders zuhören, wenn sie wissen, dass sie dir mehr bedeuten als ein Rädchen in einer Maschine, auf das du angewiesen bist.

4. Nutze das Zeugnis der Gemeinde

Wenn du Beziehungen mit den Menschen aufbaust, schau, wie du die Gläubigen aus der Gemeinde einbinden kannst. Das größte Zeugnis des Evangeliums auf diesem Planeten ist die Liebe, die die Kinder Gottes untereinander haben.

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

— JOHANNES 13,34-35

Wenn du mit deinen Freunden aus der Gemeinde was unternimmst, lade einen deiner Arbeitskollegen ein mitzukommen. Die Gespräche müssen sich nicht nur um das Geistliche drehen. Manchmal reicht das Beobachten des Umgangs unter normalen, interessanten, fröhlichen und intelligenten Christen aus, um die Ansichten, die jemand über das Christentum hat, völlig zu verändern. Lade die Leute auch zum Gottesdienst ein. Es geht nicht in erster Linie darum, dass ihnen von der Kanzel das Evangelium verkündigt wird. Lass sie einfach sehen, wie es ist, wenn eine Gruppe von Gläubigen, die ihren Glauben ernst nehmen, zusammenkommen. Die meisten Leute haben so etwas noch nie gesehen. Und wenn sie das erleben, werden ihnen eine Reihe von guten Fragen in den Sinn kommen. Gott verfolgt ein Ziel, wenn er sein Volk in Ortsgemeinden organisiert. Lass deine Mitchristen deine Mithelfer sein wenn du dich auf der Arbeit an dem Wort des Lebens fest hälst.

5. Sieh deine Arbeit als Missionsfeld

Hast du darüber nachgedacht, dass Gott dich genau auf diesen Platz hingestellt hast, damit du in diese bestimmte Subkultur mit der Gnade des Evangeliums hineinleuchten kannst? In unserer Gesellschaft gibt es unzählige Gruppen von Menschen, die nur ihre Arbeit als Gemeinsamkeit haben. Und das bringt sie irgendwie zusammen. Sie entwickeln eine ähnlich Sprachkultur, sie kämpfen mit ähnlichen oder sogar gleichen Problemen, sie fragen dieselben Fragen. Leider ist das Evangelium eine Seltenheit in vieler dieser Subkulturen. Nehmen wir meinen Arbeitgeber, Volkswagen. Wir haben 53.000 Menschen im Werk Wolfsburg beschäftigt und ich bin einer der wenigen Christen, die zusammen mit diesen Menschen den Arbeitsplatz teilen. Das bedeutet ich habe das große Vorrecht in die Subkultur meiner Abteilung oder Unterabteilung mit der frohen Botschaft hineinzubrechen.

Wo hat der König dich hingestellt? Unter welchen Leuten lässt er dich jeden Tag arbeiten? Architekten? Lehrer? Handwerker? Verkäufer? Wenn du deinen Arbeitsplatz als Missionsfeld siehst, wirst du nicht entmutigt, wenn du an die Millionen denkst, die verloren gehen. Sondern wir werden angespornt durch den Gedanken, dass der König uns in ein bestimmtes Netzwerk von Beziehungen und Freunden hineingewoben hat, wo wir die Wahrheit, die so selten gehört wird sagen können.

Du kannst auch darüber nachdenken deine Arbeit an irgend einen anderen Platz auf der Welt zu verlegen. Selbst an Plätze wo es für wirkliche Missionare schwer ist hinzukommen. Die Globalisierung der Wirtschaft ist eine der wichtigsten Entwicklungen in der Geschichte der Mission. Große und kleine Unternehmen expandieren international und suchen nach Experten und Unternehmern um Märkte zu erschließen, an Orten, wo sie vorher nicht existierten.  Warum den nicht als Ingenieur nach Shanghai gehen? Es werden Leute in Dubai, Istanbul und Moskau gesucht, wo Millionen von Menschen von hunderten von Nationalitäten leben und arbeiten. Diese Orte brauche Zeugen des Evangeliums. Und die Missionare vor Ort werden sehr ermutigt, wenn andere Christen dort hin ziehen und ihre Hand mit an den Pflug legen.


Quelle:
http://thegospelcoalition.org/article/how-to-share-your-faith-at-work

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