Unsere mächtigste Waffe liegt in der Ecke

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Die Herrlichkeit Gottes unter den Menschen.

Jerusalem. Wir schreiben das Jahr 951 v. Chr. Der König Salomo hat alle Männer aus Israel nach Jerusalem bestellt. Der Tempel Gottes soll eingeweiht werden. Sie bereiten die Opfer vor und dann steigt Salomo auf die Kanzel, die er eigens dafür vorbereitet hat. 2×2 meter breit und 1,5 meter hoch. Er kniet sich hin, während alle Männer um ihn herum stehen. Es müssen Hunderttausende gewesen sein. Salomo betet das Gebet, das wir in 2. Chronik im 6. Kapitel lesen. Und dann lesen wir:

Als nun Salomo sein Gebet vollendet hatte, da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus, sodass die Priester nicht in das Haus des Herrn hineingehen konnten, weil die Herrlichkeit des Herrn das Haus des Herrn erfüllte.
Als aber alle Kinder Israels das Feuer herabfallen sahen und die Herrlichkeit des Herrn über dem Haus, da fielen sie auf ihre Knie, mit dem Angesicht zur Erde, auf das Pflaster, und beteten an und dankten dem Herrn, dass er gütig ist und seine Gnade ewiglich währt.

— 2. CHRONIK 7,1-3

Wenn Menschen die Herrlichkeit Gottes sehen, bleiben sie nicht wie sie sind

Schau, hier sehen die Hunderttausende von Männern die Herrlichkeit Gottes, und sie können nicht stehen bleiben. Sie fallen auf ihre Knie mit dem Angesicht auf das Pflaster. Sie beten Ihn, der allein Anbetung wert ist an.

Wir haben ähnliche Berichte aus den Erweckungszeiten. Da ist ein Gottesdienst, scheinbar wie jeder andere. Der Prediger hält eine Predigt, wie er sie vielleicht schon hunderte mal gehalten hat. Aber dann passiert etwas. Die Herrlichkeit des Herrn füllt den Raum. Und dann kann keiner so bleiben, wie er ist. Die Menschen fallen auf die Knie und fangen an Buße zu tun. Sie bitten sich gegenseitig um Vergebung. Und dann wird alles anders. Weil Feuer vom Himmel gefallen ist und ihre Herzen angezündet hat.

Wo bleibt heute, diese Offenbarung der Herrlichkeit Gottes? Lieber junger Mensch, hast Du Großeltern, vielleicht noch Urgroßeltern, die den Heiland Jesus Christus in ihrer Jugend gefunden haben. Geh zu ihnen und frage sie: Was war es, das sie damals die 40 kilometer zu Fuß zum Gottesdienst gehen ließ? Frage sie, warum hatten sie jeden Tag Gottesdienst? Mein Großvater erzählt, dass sie sich jeden Tag um 10.00 Uhr abends nach der Arbeit und nachdem sie das Vieh zuhause versorgt hatten, versammelt haben. Und sie sind manchmal erst um halb eins auseinander gegangen. Was war es? Mangel an alternativen Beschäftigungen? Wohl kaum. Es war die Herrlichkeit Gottes, die sie dort erlebt haben, und die sie anzog.

Warum haben wir das heute nicht? Die „Alten“ haben eine Antwort darauf. Sieben kurze Worte. Worte, die uns wie ein harter rechter Hacken in die kurze Rippe treffen.

Ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.

— JAKOBUS 4,2

Das Gebet bringt uns die Herrlichkeit Gottes

Das ist die Hauptursache unserer Schwachheit. Das ist die Hauptursache für all die beklagenswerten Zustände in unseren Gemeinden. In den Berichten aus den Erweckungszeiten habe ich gefunden, dass sie damals keine Gebetsstunden hatten. Sie hatten Gebetsnächte. Sie sind zum Beten zusammen gekommen, und es war immer „Open End“. Manchmal war es um halb eins, manchmal um halb vier und manchmal um halb sechs zu Ende. Es gibt scharfe Predigten aus der Zeit, die sich dagegen stellen, dass man aus den Gebetsnächten Gebetsstunden gemacht hat. Sie sahen eine große Gefahr darin, das nicht der Heilige Geist das Gebet der Geschwister beendet, sondern ein Mensch, weil eine bestimmte Zeit abgelaufen ist.

Und jetzt sieh mal in die heutige Zeit. Aus den Gebetsstunden sind Bibel- und Gebetsstunden geworden. Die Gebets-Krieger sind ausgestorben. Es ist keine neue Generation der Gebets-Krieger herangewachsen. Und genau deshalb ist alles so wie es ist.

Der Ball liegt bei uns

Und jetzt kommst du ins Spiel. Wie ist es bei dir? Wann hast du das letzte Mal in der Gebetsstunde gebetet? Wann hast du auf deinen Knien geweint, weil du dich nach der Herrlichkeit Gottes gesehnt hast? Wann hast du für die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes in deiner Gemeinde gebetet? Wann hast du dein Gebet auf diesen einzigen Satz konzentriert: „Herr, dein Name werde geheiligt“?

Ich will nicht, dass es so bleibt wie es ist! Ich will, dass es anders wird. Mit Tränen in den Augen schreibe ich diese Zeilen, weil in mir der Wunsch brennt seine Herrlichkeit zu sehen. Nicht um meinetwillen, damit ich meinen Enkelkindern was zu erzählen habe. Nein. Um Seines heiligen Namens willen! Und ER? Er will schon lange. Er will, dass es anders wird in deinem und in meinem Gebetsleben.

Der Ball liegt bei uns, lass uns ihn spielen. Lass uns Buße tun über unser „Gebetsleben“. Lass uns um Vergebung bitten, dass unser Herz so kalt und hart war, als wir unsere Gebete „gesprochen“ haben. Lass uns um ein brennendes Herz bitten. Wir wollen zu Gebets-Kriegern in dieser Generation werden. Wir müssen zu Gebets-Kriegern werden, wenn wir diese Generation retten wollen, wenn wir die Herrlichkeit Gottes in unserer Zeit sehen wollen. Wir müssen unsere Gebete nicht auf unsere Bedürfnisse konzentrieren. Wir müssen sie auf Seine Bedürfnisse konzentrieren! Und wir müssen beten, nicht nur davon reden.

Gott hat angefangen, mein Gebetsleben zu verändern. Und ich merke, dass er das auch bei anderen tut. Oh, ich wünsche, dass eine Welle durchs Land geht. Dass Gott sich eine Armee von Gebets-Kriegern in dieser Generation ausheben kann. Eine Armee, mit der er dieses Land umkrempeln kann. Oh Boy, wie ich mir das wünsche!

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Kommentaren (3)

  1. Agnes

    der Artikel ist echt aufrüttelnd…Gott gebe uns Gnade, das er auch in unserer Mitte seine Herrlichkeit zeigen kann…..Chr 16:9 Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erzeigen an denen, die von ganzem Herzen ihm ergeben sind.

    • Hallo Agnes, danke für diese Zeilen. Lass uns diesen Vers als Verheißung nehmen. Lass uns sich Ihm ergebe und ihn bitten sich mächtig unter uns zu erweisen.

  2. Erich

    Lieber Bruder, danke für den Beitrag.
    Ich musste erstmal Buße über mein Gebetsleben machen.
    Es gibt kein schöneres Gebet außer weinend im Staube vor Gott zu liegen.
    Dank sei Gott für diesen Beitrag..
    das ist das, was mir in meinem geistlichen Leben gefehlt hat..

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