Mein Schreib- und Work-Flow

Vor ein paar Wochen fragte mich ein Freund: „Sag mal, dein Tag muss doch irgendwie mehr als 24 Stunden haben, oder? Bei all dem was du machst.“ Das ist natürlich Humbug. Mein Tag hat genau wie bei allen anderen Menschen 24 Stunden. Nur manchmal reicht er nicht aus, und dann nehme ich einfach noch die Nacht dazu.

OK, jetzt mal im Ernst, wann und wie entstehen die Artikel auf diesem Blog?

Warum überhaupt die Frage?

Angeregt zur Antwort auf diese Frage, bin ich durch die Blogparade, die Walter Epp auf seinem Blog schreibsuchtie.de veranstaltet hat. Wenn du mehr darüber wissen willst, hier ist sein Artikel.

Blogparade: Mein Schreib-Flow – Wie sieht deine kreative Phase aus?

Morgenstund hat Gold im Mund

Ich bin ein Morgenmensch. Es ist nicht nur so, dass mir das Aufstehen morgens leicht fällt, auch Schreiben kann ich nur vormittags. Gemerkt habe ich das, als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe. Ich brütete an manchen Nachmittagen eine Stunde über der Tastatur und heraus kamen nur zwei oder drei Sätze. Und wenn ich mir am nächsten Morgen diese Sätze angeschaut habe, dann habe ich sie einfach gelöscht und in einer Viertelstunde vier Absätze geschrieben. Als mir das zwei oder drei mal passiert ist, hatte ich einen festen Tagesplan. Vormittags habe ich geschrieben und Nachmittags meine Messungen gemacht, programmiert (das hat irgendwie funktioniert) oder das Dokument formatiert.

Seit dem schreibe ich nach Möglichkeit vormittags. Ich suche mir eine Tag in der Woche, wo ich vormittags keine Termine habe und blocke ihn im Kalender. Wegen der Gleitzeit kann ich auch später zur Arbeit kommen, ohne Anderen ein Problem zu machen. So bleibe ich dann morgens länger zuhause und erledige meine Schreibarbeit (zum Beispiel für die Artikel der Evangeliumsposaune).

Und der Blog?

Beim Blog ist es aber etwas verrückter. Die alltägliche Morgenroutine sieht so aus: Ich stehe irgendwann zwischen 5.30 und 6.30 auf (je nach Tagesform), lese die Bibel und bete. Dann wecke ich unsere beiden großen Mädels und mache Frühstück. Wir sehen zu, dass wir gegen 7:45 loskommen, weil ich die Mädels zur Bushaltestelle bringe. Sonst müssten sie ca. 1 km im Dunkelheit zu Fuß laufen. Dann fahre ich weiter zum Bahnhof und habe dort ca. 20 Minuten, die ich auf den Zug warte. Und diese 20 Minuten reichen meistens aus um die 500-800 Worte für einen Artikel in mein iPad zu hacken. Auf diese Weise sind fast alle Artikel für werden-wie-jesus.de entstanden. Manchmal, wenn ich im Flow bin, nutze ich die 15 min Bahnfahrt nach Wolfsburg um weiter zu schreiben. Auch an diesem Artikel schreibe ich, während ich im Auto sitze.

Die Rückfahrt nutze ich oft dazu ein Foto auszusuchen und zu bearbeiten. Ich habe ein paar Apps gefunden, mit denen das mittlerweile schnell und einfach geht. Die Formatierung und Veröffentlichung des Artikels erledige ich dann eher abends am Rechner. Dafür habe ich noch keine gute App auf dem iPad gefunden.

Apropos Apps

Zum Schreiben hatte ich einiges ausprobiert bis ich bei Evernote gelandet bin. Dann ist mir aber zwei mal passiert, dass Texte, die ich auf dem iPad eingetickert hatte, nicht synchronisiert wurden und plötzlich verschwunden sind. Ich bin jetzt auf QuickDrafts umgestiegen. Und bin sehr glücklich damit.

Für die Bildbearbeitung habe ich einen kleinen Workflow. Ich starte mit Fit It. Damit schneide ich die Bilder auf meine Standardgröße für Blog-Artikel. Dann füge ich mit Fotos mit Text die Texte dazu. Und gebe mit Aviary den Bildern den letzten Schliff.

Ich habe zum Veröffentlichen Blogsy und WordPress ausprobiert. Aber ich werde damit nicht warm. Der Funktionsumfang reicht mir nicht. Ich gehe dann auf die Web-Page in Safari. Das ist auf dem iPad etwas fummelig, deshalb wie gesagt, mache ich den Feinschliff am Rechner.

Veröffentlichen

Wer aufgepasst hat, weiß dass meine Artikel regelmäßig am Dienstag und Samstag punkt 9.00 Uhr erscheinen (bis auf ein paar Ausnahmen). Das ist natürlich nicht so, dass ich da immer am Rechner sitze und auf die Uhr schaue um pünktlich um neun auf „Enter“ zu drücken. Man kann bei WordPress das Veröffentlichungsdatum und die Zeit einstellen. Ich bin mit meinen Artikeln ca ein Monat im Voraus und stelle das so ein, dass es am Dienstag oder Samstag um 9.00 veröffentlicht wird. Das heißt die Artikel, die ich diese Woche schreibe, werden Anfang Mai veröffentlicht. Es sei denn se gibt ein aktuelles Thema, das mir auf der Seele brennt, dann schiebe ich den nächsten Artikel einen Monat weiter und setze den aktuellen Artikel an seine Stelle.

Nur mit der Rechtschreibprüfung hapert es noch bei mir. Da habe ich noch kein Prozess gefunden. Manchmal geht Ida, meine Frau durch so einen Stapel von Artikeln durch und korrigiert sie. Und manchmal schickt mir ein aufmerksamer Leser eine Mail.

So sieht im Wesentlichen mein Workflow aus. Schreiben morgens. Schick machen abends. Und alles Andere jeweils zu seiner Zeit.

Hast Du Ideen, was ich besser machen, was ich optimieren kann? Ich würde mich über jeden Kommentar freuen.

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