Der Sturm kommt angeflogen

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Die Segel eingezogen
und alle Mann auf Deck.
Der Sturm kommt angeflogen
aus finsterem Versteck.
Die Wogen walzen rollend
sich schon heran mit Macht.
Der Donner regt sich grollend
und Mittag wird zur Nacht.

Doch hinten steht im Schiffe
der Steuermann am Rad
und lenkt mit Blick und Griffe
des schmalen Kieles Pfad.
Weiß klug vorbei zu halten
am mörderischen Riff,
die Wellen kühn zu spalten
denn ihm gehört das Schiff.

O braver Seemann zwinge
des Elementes Wut
o wackeres Schifflein, dringe
voran durch Sturm und Flut.
Und mit des Sturmes Brausen
mischt sich der Kinder klagen.
Die Seel erfüllt mit Grausen,
viel bange Herzen zagen.

Doch still und unerschrocken
sitzt dort abseits ein Kind,
lässt ruhig sich die Locken
zerwühlen von dem Wind;
blickt stolz ins Meer vom Decke,
als wie von einem Thron,
weiß nichts von Angst und Schrecke,
des Steuermannes Sohn.

Ihn fragt der Männer einer:
„Dir macht der Sturm nicht Angst?
Sag an, wie kommt es Kleiner,
dass du allein nicht bangst?“
Da wird vom großen Eifer
des Knaben Wange rot:
„Mein Vater steht am Steuer,
drum hat es keine Not.“

O starker Kinderglaube!
Verstehst du’s Gotteskind?
Ob um dein Schifflein schnaube
der ungestüme Wind,
der Himmel steht im Feuer,
die finstre Tiefe droht.
Dein Vater steht am Steuer,
drum hat es keine Not.

Wenn du auch durch Kämpfe und „schweres Wetter“ gehst, darfst du Halt in der Souveränität Gottes finden. Er hat alles unter Kontrolle. Er führt es herrlich hinaus. Ohne seinen Willen fällt nicht ein Haar von deinem Kopf. Er ist dein Vater, der dich liebt. Glaube ihm.

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