Was Gott am meisten ehrt

Einer der zentralen Gedanken der Bibel ist die Ehre Gottes. Dieses Thema zieht sich neben dem Evangelium durch die ganze Bibel. Immer wieder heißt es da, dass Gott seine Ehre sucht, und sie keinem anderem geben will. Unsere humanistisch geprägten Gesellschaft steht im krassen Gegensatz dazu: Im Humanismus steht der Mensch im Mittelpunkt. Alles dreht sich um den Menschen. Als Christ muss ich mir in dieser Zeit eine wichtige Tatsache immer vor Augen halten: Der Mensch steht nicht im Mittelpunkt.

1 Gott steht im Mittelpunkt

In dieser Welt, geht es nicht um die Menschen sondern um Gott. Über allem steht nicht der Mensch sondern Gott. Ich kann aus der Fülle der Schriftstellen, die das zeigen hier nur ein paar Beispiele anführen.

Gott sagt, dass er seine Ehre an den Ägyptern einlegen will und tut es auch.

Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, dass sie ihnen nachziehen; dann will ich mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Streitwagen und an seinen Reitern verherrliche!

— 2. MOSE 14,17-18

Wir sehen seine Herrlichkeit, wenn er bei Mose vorübergeht, Elia in den Bergen erscheint, wenn Jesaja ihn im Tempel sieht. Er sagt immer wieder: „Ich bin der HERR“ – Jehova – Jahwe – Ich bin – „Ich bin, der ich bin“. Was er damit meint, ist das was er sagt: Er ist der Herr! Er ist die Majestät. Er ist der große über allem stehende Gott. Er ist umgeben mit einem Lichtglanz, zu dem niemand dazukommen kann. Seine Herrlichkeit ist sein Wesensmerkmal, so wie seine Allmacht, seine Weisheit usw.
Und dieser Gott sucht seine Ehre.

2 Er sucht seine Ehre

Es geht ihm um seine Ehre auf dieser Erde. Er zeigt sich uns als eine eifersüchtiger Gott. Er will seine Ehre niemand anders geben. Nur drei Bibelstellen dazu:

Ich bin der Herr, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen

— JESAJA 42,8

Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen.

— 2. MOSE 20,5

Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten:
Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.

— MATTHÄUS 6,9

Jesus lehrt uns hier, dass unser Gebet mit der Bitte beginnen soll, dass Gott seinen Namen heiligt, ihn groß und einzigartig macht in unserem Leben und auf der ganzen Welt.

3 Wir sollen zu seiner Ehre leben

Gott hat den Menschen mit dem Ziel geschaffen, dass sie zu seiner Ehre Leben sollen. Gott will dass dein und mein Leben den Zweck erfüllt, etwas zum Lob seiner Herrlichkeit zu sein. Das sehe ich in den Psalmen, wo der Herr immer wieder gepriesen wird. Wo die Zuhörer immer wieder aufgerufen werden den Herrn zu loben und ihm Ehre zu bringen.

Ihr Berge und alle Hügel, Obstbäume und alle Zedern;
wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt;
ihr Könige der Erde und alle Völker, ihr Fürsten und alle Richter auf Erden;
ihr jungen Männer und auch Jungfrauen, Alte mitsamt den Jungen;
sie sollen loben den Namen des HERRN! Denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel.
Und er hat das Horn seines Volkes erhöht, allen seinen Getreuen zum Ruhm, den Kindern Israels, dem Volk, das ihm nahe ist.
Hallelujah!

— PSALM 148,9-14

Lasset euer Licht leuchten, damit die Menschen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

— MATTHÄUS 5,16

Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre.

— 1. KORINTHER 10,31

4 Jesus Christus ist die große Offenbarung der Herrlichkeit Gottes unter den Menschen

Auch hier gibt es Unmengen von Schriftstellen. Wenn ich die Evangelien, die Briefe und die Propheten mit diesem Gedanken lese, fällt mir das immer wieder ins Auge.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

— JOHANNES 1,14

Als Jesaja berufen wurde, sah er die Herrlichkeit Gottes im Tempel. Du kannst es wenn du magst in den ersten Versen von Jesaja 6 lesen. In Johannes 12 lesen wir dann, dass es Christus war, den Jesaja dort in dem Tempel gesehen hat.

Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete.

— JOHANNES 12,41

das „seine“ in diesem Vers bezieht sich auf Jesus. Jesaja sah die Herrlichkeit des Sohnes! Das ist so wichtig, dass ich es noch einmal sagen möchte: Jesus Christus ist die große Offenbarung der Herrlichkeit Gottes unter den Menschen. Alles was auf dieser und sogar in jener Welt existiert, ist von Christus, durch Christus und zu Christus geschaffen. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Die ganze Schöpfung bringt ihm diese Ehre. Wie können wir aber als Menschen ihm am meisten Ehre bringen?

5 Wir bringen Gott am meisten Ehre, wenn wir so werden wie Jesus

Jesus Christus war das Ebenbild des unsichtbaren Gottes und hat damit seine Herrlichkeit auf der Erde groß gemacht.

Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist.

— KOLOSSER 1,15

Die logische Konsequenz daraus ist: Wenn ich sein Ebenbild werde, kann ich seine Herrlichkeit auf Erden groß machen. Und das gleiche gilt auch für dich!

Du bringst Gott am meiste Ehre, wenn du so wirst wie Christus.


Dieser Artikel ist zusammen mit dem Artikel Das Ziel meines Lebens ein Auszug aus einem Vortrag bei den Jugendbibeltagen 2013

Hier gibt es noch die Prezi dazu

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