Der Irrtum der Postmoderne

Die Postmoderne (Teil 1)

Ist der Mensch gut oder böse?

Ich spreche einen jungen Mann auf seinen Glauben an. Wir kennen uns nicht, haben uns das erste Mal gesehen, stehen in der Stadt am Brunnen. Ich bin angespannt. Es ist das erste Mal, dass ich einen fremden Menschen auf den Glauben anspreche. Er erzählt mir, dass sein Interesse an Glaubensfragen in den letzten Jahren eher abgenommen hat. Er glaubt jedoch an einen Gott. 

Irgendwann frage ich ihn, ob er denn hofft in den Himmel zu kommen. Seine Antwort raubt mir für einen Moment die Spucke: „Sicher komme ich in den Himmel!“ Ich atme durch und frage: „Wie kommst du zu dieser Sicherheit?“ „Na, ich bin doch ein guter Mensch, ich helfe anderen, habe keinen umgebracht. Ich komme in den Himmel.“

Heute überrascht mich das nicht mehr. Es gibt echt viele „gute Menschen“ in Deutschland, die alle sicher sind, dass sie in den Himmel, wenn es ihn denn gibt, kommen werden. Ich weiß nicht wie das zu anderen Zeiten war, aber der postmoderne Mensch beantwortet die Frage, ob der Mensch gut ist mit einem klaren „ja!“. Im Gegensatz zu der Bibel, die uns lehrt, dass der Mensch an sich gottlos und böse ist.

Schon in den ersten Kapiteln der Bibel lesen wir:

Er sah:
Ja, groß war die Bosheit des Menschen auf Erden und alles Gebild der Planungen seines Herzens bloß böse all den Tag.

— 1. MOSE 6,5 (Buber-Rosenzweig)

Und nach der Sinnflut wurde es nicht besser. Gott sagt:

Ich will künftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an.

— 1. MOSE 8,28

Der Prophet beshreibt es so:

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?

— JEREMIA 17,9

Andere Überstzung sagt: Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar /verzweifelt böse;
Und Jesus sagt uns:

Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord,
Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

— MARKUS 7,20-23

Aus einer guten Quelle kann nichts böses kommen. Wenn all dieses Böse aus dem Herzen kommt, dann muss das Herz böse sein.

Dabei hat das Wort „Herz“ in der Bibel eine andere Bedeutung als im heutigen Sprachgebrauch. Im Alten Testement wird es weitgehend und im Neuen Testament fast asschließlich in der Bedeutung gebraucht, dass es der Kern des Menschen ist. Es ist der Mittelpunkt, das Wesentliche und Wichtgste an ihm. Es ist der vornehmste Teil, durch den der ganze Mensch repräsentiert wird.

Es gibt noch eine Reihe anderer Bibelstellen, die direkt und indirekt zeigen, dass das Herz, der Kern des Menschen böse ist. Es schließt jedoch nicht die Möglichkeit aus, dass der Mensch gutes tun kann.

Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen gutes geben, die ihn bitten!

— MATTHÄUS 7,11

Der Mensch ist gut nur in dem Sinn, dass er besser ist im Vergleich zu Satan und seinen Dämonen. Aber im Vergleich zur Heiligkeit Gottes ist sein Kern, sein Innerstes, sein Herz böse.

Das Wunder der Erlösung ist, dass Gott dieses böse, steinerne Herz in mir ausgetauscht hat. Dass er mir ein neues Herz gegeben hat. Ein Herz, das Ihn liebt. Ihm sei die Anbetung und der Dank dafür!

Die Postmoderne (Serie)

Teil 1: Der Irrtum der Postmoderne (dieser Artikel)
Teil 2: Die große Frage der Postmoderne
Teil 3: Die Zombies in der Postmoderne

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