Ein Zeichen für den König

Bibelbetrachtung

Der Mann liegt auf dem Bett und weint. Er hat das Gesicht zur Wand gedreht. Seine Schultern zucken unter lautem Schluchzen unter der Bettdecke. Er weint, weil er weiß, dass sein Leben zu Ende geht. „Hiskia, bestell dein Haus. Du wirst nicht wieder gesund werden sondern sterben.“ hat der Prophet Jesaja gesagt. Hiskia, der König glaubt das. Er kennt Jesaja und weiß, dass er nicht lügt, sondern die Botschaft von Jahwe, dem wahren Gott überbringt. Er weint, weil er erst 39 ist.

Ich bin 37. Ich habe kleine Kinder. Ich würde auch weinen.

Die Tür geht auf und Jesaja steht wieder im Raum. „So spricht Jahwe, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet erhört, ich habe deine Tränen gesehen. Du wirst noch 15 Jahre leben, in drei Tagen wirst du gesund werden und wirst wieder in den Tempel gehen“

Um zu verstehen was dann geschieht, muss ich in Gedanken einen Sprung machen. Einen Sprung in der Zeit, genau an diesen Tag als Jesaja bei Hiskia war. Und einen Sprung im Raum, nämlich zum Mond. Ich möchte dich gern zu diesem Gedankenexperiment mitnehmen.

Gedankenexperiment

Los gehts. Wir springen also zum Mond. Wenn wir dann in der Mondanziehungskraft ein paar Riesensprünge gemacht haben, setzen wir uns in den Mondstaub und schauen uns die Erde an. Und was wir dann sehen ist folgendes: Die Erdkugel, die mit einer Oberflächengeschwindigkeit von 1670 Km/h um eigene Achse rotiert, bremst ab und bleibt stehen. Und dann dreht sie sich zurück. Eine knappe halbe Umdrehung, damit der Schatten an der Sonnenuhr in Jerusalem die zehn Stufen zurück geht, die Gott Hiskia als Zeichen versprochen hat. Und dann bleibt die Erde wieder stehen und rotiert wieder in der alten Richtung, als ob nix gewesen ist.

Schau, um einen kleinen Menschen, der da weinend in seinem Bett lag zu ermutigen hält Gott die Erde an. Ja, er lässt sie zurückrotieren. Was für einen großen Gott haben wir? Gibt es etwas, das ihm zu groß ist? Und in drei Tagen ist König Hiskia gesund und geht zum Tempel Gottes.

Und jetzt wollen wir all das in einen größeren Zusammenhang sehen. Wir springen in der Zeit ein paar hundert Jahre nach vorn. Wieder weint da in Jerusalem ein Mann. Wieder ist es ein König. Aber er hat keinen Palast, kein Schlafgemach. Er liegt nicht im Bett, sondern kauert unter freiem Himmel in einem Garten, dem Garten der Getsemaneh genannt wird. Er zittert und zagt. Auch er weiß, dass er bald sterben wird. Doch das ist nicht der Grund warum er weint. Er hat einen Kelch vor Augen, der voll ist. Den Kelch des Zornes Gottes. Und er trinkt ihn aus bis zum Boden. Und dann sagt er die bedeutungsvollen Worte: „Es ist vollbracht!“

Wieder lässt Gott große Wunder geschehen. Finsternis, Erdbeben, die Toten stehen auf und erscheinen den Menschen, der Tempelvorhang zerreißt. Wieder vergehen drei Tage. Und dann wird der König nicht gesund, nein, er wird lebendig! So lebendig, wie noch nie ein Mensch lebendig war. Er durchbricht die Wand des Todes. Er durchbricht das Raum-Zeit-Kontinuum. Und hat damit die Macht in der Hand, dich und mich genauso lebendig zu machen.

Was für einen großen Gott haben wir? Ist das nicht ein herrlicher Retter?

Ihm, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit!
Amen.

— RÖMER 16,27

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Kommentaren (3)

  1. Andreas Schell

    Robert, sehr schön!
    Es freut mich, dass du deine Gaben auf diese Weise zu Gottes Ehre einsetzt

    Gott segne dich,

    Andreas

    • Robert

      Danke Andreas,

      ich wünsche und bete, dass es vielen zum Segen wird.

      Lieben Gruß
      Robert

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