Die Aufgabe der Jugend

Werden wie Jesus Die Aufgabe der Jugend

Welche Aufgaben nimmt die Jugend in der Ortsgemeinde wahr?

Das ist sicherlich von Ort zu Ort unterschiedlich. Ich habe junge Menschen in den Gemeinden kennen gelernt, die sehr aktiv sind, Verantwortung übernehmen und viel für den Herrn und für die Geschwister tun. Und dann gibt es Jugendliche, die recht zurückgezogen, eher für sich als für die anderen leben. Ich habe in meiner Jugend auch unterschiedliche Zeiten erlebt. Zeiten, in denen wir die Arbeit gesehen und angegriffen haben, und Zeiten,in denen wir uns mehr mit uns selber beschäftigt haben. Was sind aber die Aufgaben der Jugend in unserer Zeit? Was erwartet Gott von den jungen Menschen? Was sagt uns sein Wort, die Bibel, dazu?

Paulus schreibt an den jungen Timotheus, gleich nach der Einleitung, in den ersten Versen des 2. Kapitels:

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, … Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserem Heiland.

— 1. TIMOTHEUS 2,1+3

Als ich das gelesen hatte ist mir plötzlich klar geworden, dass die Jugend eine Hauptaufgabe hat. Eine Aufgabe, die man vor allen anderen Dingen zuerst tun soll. Eine Aufgabe, die gut ist, die angenehm ist vor Gott.

Nun magst du vielleicht sagen: Beten ist doch keine Aufgabe! Das kann ja nicht „getan“ werden. Wir sind doch jung, wir sind voller Energie, wir müssen doch etwas „tun“!

Interessanterweise steht in diesem Text aber, dass man das Gebet „tun“ soll. Auch in dem griechischen Grundtext finden wir das Wort „getan“ in diesem Vers. Wir müssen also das Beten als etwas aktives sehen. Es ist eine Aufgabe. Eine Aufgabe, für die wir uns Zeit nehmen müssen. Eine Aufgabe, die Konzentration und Energie erfordert. Eine Aufgabe, die wir gewissenhaft oder auch oberflächlich verrichten können. Wie ist es bei dir? Siehst du das Gebet als eine Aufgabe? Als die erste und wichtigste Arbeit, die du im Reich Gottes zu tun hast?

In diesen Versen finden wir eine besondere Ausrichtung des Gebets. Es ist das Beten für Menschen. Für Menschen, mit denen wir zusammen leben, lernen und arbeiten. Es ist das Beten für die Jugendlichen und für die Geschwister der Gemeinde. Das Beten für die Menschen in deiner Stadt und in unserem Land. Für die Bettler, die wir auf der Straße treffen, und die Politiker, deren Bilder wir in den Zeitungen sehen. Es ist das Bitten für die Bedürfnisse und Nöte der Menschen, die wir kennen. Das Bitten für die Abschlussprüfung der Schwester, für die Krankheit des Onkels, für den Boten Gottes und die Vorbereitung der Sonntagspredigt. Es ist aber auch das Danken für das Gute, das Menschen an uns getan haben. Das, was sie direkt und auch indirekt getan haben, wie z. B. der Frieden und Wohlstand, der im Land erhalten wird.

Lieber Leser, lass uns das Gebet als unsere wichtigste Aufgabe wahrnehmen. Lass uns die beste Zeit des Tages dieser Aufgabe widmen. Beschäftige dich mit Menschen in deiner Umgebung und bringe diese Menschen im Gebet vor Gott. Denk darüber nach, was diese Menschen nötig haben und bitte darum. Denk darüber nach, was an diesen Menschen lobens- und dankenswert ist und dank dafür. Lass uns die unsterblichen Seelen hinter der Fassade, die sie vielleicht aufgerichtet haben, sehen. Und lass uns mit Ernst für diese Seelen beten. Lass uns dort, in der Gegenwart Gottes, von ihm das Herz mit der Liebe zu diesen Seelen und Menschen füllen lassen.

Denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

— 1. Timotheus 2,3+4

Hier sehen wir auch das Ziel dieser wichtigen Aufgabe, nämlich dass die Menschen, für die wir beten, gerettet werden. Das Gebet ist der Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Und wenn im Gebet unser Herz die rechte Stellung zu Gott und diesen Menschen eingenommen hat, kann Gott uns den Auftrag geben, auch etwas zu sagen oder zu tun.

Wir brauchen gerade in unserer Zeit junge Menschen, die diese Aufgabe annehmen, sich in diesen Dienst stellen und diese vor Gott so wertvolle Arbeit tun! Willst du einer von ihnen werden? Tue diese wertvolle Arbeit!

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Kommentar (1)

  1. Erich Schall

    Lieber Bruder, danke für den Beitrag.
    Ja wir müssen alle Beter sein. Und nachdem Gebet müssen wir auch handeln.
    je mehr wir beten, deso mehr spüren wir die Last der Seelen. Je mehr wir beten hören wir den Schrei der Verlorenen, auch aus fernen Kontinenten.
    „Hoeret ihr Jammern, ihr Schrein“
    Einerseits spürt man bei so nem Schrei die Nähe Gottes, anderseits belastet das einem.
    Immer wenn ich wenig bete, bin ich so kalt…
    Ein Leben nur, für nichts anderes haben wir Zeit noch bis Jesus kommt ausser das Reich Gottes…

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